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Ein Beitrag von www.unbekannter-bergbau.de

Erstellt Juni 2015, letzte Ergänzung Juli 2017.

Sie können diesen Beitrag auf dem Recherchestand vom Juli 2015 vom Qucosa-Server der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden im PDF-Format herunterladen.

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-78860

  

Wo sie suchten... Dazu gibt es hier eine Übersicht.

 

 

Was die "Sonnensucher" suchten:
Uranminerale aus Sachsen
 

 

Lange Jahre war es eines der bestgehüteten Geheimnisse der DDR: Die Uranerzgewinnung.

Über dieses Kapitel ostdeutscher Geschichte gibt es inzwischen zahlreiche Publikationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Man sollte bei aller Diskussion über diese Zeit auch nicht vergessen, dass die SAG - ab 1954 SDAG - Wismut nach dem Weltkrieg und noch bis 1990 vielen Zehntausend Menschen Arbeit und Brot brachte. Viele spezifische Gefahren dieser Arbeit wurden erst nach und nach überhaupt erforscht. Viele Gefahrenquellen konnten im Laufe der Zeit reduziert werden und im Wismut-Archiv forschen noch heute Mediziner nach den Ursachen für Erkrankungen. Nach wie vor streiten sich die Fachleute, ob Radon nun mehr hilft oder mehr schadet und wieviel Strahlung denn nun eigentlich gefährlich wird.

Es war tatsächlich weniger die Angst um die Mineralsammler, denn um das Bekanntwerden der Fundpunkte, Vorkommen und Lagerstätten, dass die DDR in der ab den 1980er Jahren für das Aufsuchen von Mineralien und Fossilien über die Kulturbund-Fachgruppen ausgestellten "Sammelerlaubnis" das Suchen und den Besitz radioaktiver Minerale ausdrücklich ausschloß (vgl. Anordnung über das Sammeln von Mineralen, Fossilien und Gesteinen vom 1. Oktober 1982. Dort steht kurz und bündig im §2 (3): "Das Sammeln von radioaktiven Mineralen und Gesteinen ist nicht gestattet."; in: Gesetzblatt der DDR, Teil I, Nr. 36 vom 28. Oktober 1982, S. 613f) .

  

Erinnern Sie sich noch?  Das ist meine gewesen...

  

Inzwischen hat die Wende längst zur Einstellung der Uranerzförderung und Aufbereitung in Sachsen und Ostthüringen geführt. Heute bestehen daher praktisch keine Fundmöglichkeiten für Uranminerale mehr. Noch immer wird an der Sanierung von durch den Uranerzbergbau verursachten Bergschäden gearbeitet. An vielen Stellen sind infolge der Sanierung bereits "neue Landschaften" entstanden. Dabei sind aber auch viele Zeugnisse dieses letzten Berggeschreis schon endgültig verschwunden. Sie waren nicht mehr gewollt. Die Bewohner der Regionen, die unter dem Erzbergbau zu leiden hatten, kann sicher jeder verstehen.

Die Angst vor den "Strahlen" ist aber keineswegs verschwunden. Das ist leider auch dem Umstand geschuldet, dass in einigen Bundesländern unserer "Bildungsrepublik" Physik und Chemie gar nicht mehr unterrichtet werden. Unkenntnis führt immer auch zu Unsicherheit. Fakt ist aber, dass wir alle ständig von Strahlung "beschossen" werden, die sowohl aus dem geologischen Untergrund als auch vom Himmel kommt. Fakt ist auch, dass es ohne mutagene Faktoren wie die radioaktive Strahlung Evolution gar nicht geben würde. Wie jede Wurst hat also auch die Sache mit der Radioaktivität zwei Enden.

Die Rechtslage ist in der BRD durch die Strahlenschutzverordnung (StrSchVO) geregelt, die im engeren Sinne natürlich nur für solche Tätigkeiten gilt, bei denen mit radioaktiver Strahlung umgegangen werden muss - sie gilt z. B. also auch für die MTA in der Röntgenabteilung des Krankenhauses, für Piloten, die beruflich der Höhenstrahlung ausgesetzt sind oder für Bergleute in Sanierungsbetrieben, die in den Stollen unserer Altvorderen aufräumen müssen. Sie umfasst beileibe nicht nur Kernkraftwerke, Strahlung ist - das bemerkte ich ja schon - allgegenwärtig und ein natürlicher Prozess.

Im §6 StrSchVO1) werden zwei Grundsätze formuliert: Wo immer mit radioaktivem Material umgegangen werden muss, besteht zum Einen ein Vermeidungsgebot für unnötige (künstlich hervorgerufene) Strahlungsexposition. Aber auch dort, wo man sich unterhalb der in langen Tabellen im Anhang der StrSchVO definierten Freigrenzen bewegt, wird die Forderung gestellt, die Exposition so weit wie es der Stand von Wissenschaft und Technik ermöglicht zu verringern (Minimierungsgebot). Das ist - was künstliche oder zumindest "künstlich" der Umwelt entnommene Strahlungsquellen, wie etwa Mineralstufen angeht - auch völlig in Ordnung. Darin besteht auch der Grund, dass Sie in den meisten öffentlichen Einrichtungen - wie zum Beispiel dem Museum "terra mineralia" in Freiberg2) - kaum ein einziges Uranmineral finden werden, obwohl das Uran wirklich farbenprächtige und sehenswerte Minerale bilden kann.

Zweifelsohne muss man diesen Stoffen mit dem nötigen Respekt begegnen und mit Sachkenntnis damit umgehen. Ich setze mal voraus, dass alle Mineraliensammler, die sich diesen Mineralien widmen, diesen Sachverstand besitzen, sich ihre schönsten Stufen nicht gerade unters Kopfkissen legen und sie so lagern, dass sie sich selber (und Andere) nicht gefährden. Das macht u. U. schon ein bißchen mehr Aufwand.

Deshalb nutzen wir die moderne Technik und zeigen Ihnen ein paar uranhaltige Minerale aus unserem Freistaat jetzt auf diesem Wege. Das ist für den Betrachter absolut ungefährlich - wenn man davon absieht, dass ältere Monitore ebenfalls Strahlung aussenden können...

Die im Folgenden zusammengestellten Bilder von Uranmineralien stammen aus privaten Sammlungen von Altbergbaufreunden. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die uns Fotos oder Stufen zum Fotografieren zur Verfügung gestellt haben und wir hoffen auf weitere Ergänzungen in den noch zahlreich verbliebenen Lücken. 

J. B 

  

1) Hier der Auszug aus dem Text der StrSchVO:

§ 6  Vermeidung unnötiger Strahlenexposition und Dosisreduzierung
(1) Wer eine Tätigkeit nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 plant oder ausübt, ist verpflichtet, jede unnötige Strahlenexposition oder Kontamination von Mensch und Umwelt zu vermeiden.
(2) Wer eine Tätigkeit nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 plant oder ausübt, ist verpflichtet, jede Strahlenexposition oder Kontamination von Mensch und Umwelt unter Beachtung des Standes von Wissenschaft und Technik und unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls auch unterhalb der Grenzwerte so gering wie möglich zu halten.

 

2) Ich habe es selbstverständlich überprüft:
In der terra mineralia findet man nach längerem Suchen - und zwar in der "UV-Show" - tatsächlich eine einzige, im UV-A-Licht prächtig hellgrün fluoreszierende Stufe Novačekit. Außerdem gibt es z. Z. im Afrikasaal eine "Spielvitrine" zum Thema Radioaktivität. Dort wiederum wurde - damit das Zählrohr wenigstens ein bißchen ausschlägt - je eine kleine, aber im Gegensatz zur restlichen Ausstellung ziemlich unansehnliche Stufe Boltwoordit und Torbernit ausgestellt.
Dagegen findet man in den mineralogischen Sammlungen der TU Bergakademie im Abraham-Gottlob-Werner-Bau einige schöne Stufen, die wir nach unserem Besuch 2017 in die folgende Fotosammlung mit aufnehmen.

 

Und noch eine Anmerkung: Wir benutzen für die folgende Zusammenstellung - in "Symmetrie" zu unseren anderen Beiträgen mit mineralogischen Bildsammlungen - eine systematische, chemische Untergliederung nach Standardwerken (z.B. Rößler´s "Lehrbuch der Mineralogie", Ausgabe 1980), auch wenn durch die Spezifik dieser Auswahl gewissermaßen einige "Fehlstellen" unvermeidlich sind. Wo es Abweichungen in der in verschiedenen Quellen angegebenen chemischen Zusammensetzung gibt, führen wir die Strukturformel nach Rößler und die Summenformel nach IMA auf. Wie üblich geben wir Synonyme und ältere Bezeichnungen in Klammern an. Andere radioaktive Elemente, wie das auch recht häufige Thorium klammern wir in unserer Zusammenstellung aber erst mal aus.

Unsere Aufführung der bisher in Sachsen nachgewiesenen Uranminerale ist J. Stark: "Uranmineralien in Sachsen", 2009, entnommen.

Weitere Quellen zum Uranerzbergbau weltweit und durch die Wismut gibt es reichlich. Sehr hilfreich ist immer die "Wismut-Chronik", die man für 7,50 Euro auf CD-ROM erwerben kann. Sehr umfassend sind auch die Wikipedia- Artikel u. a. zu den Schlagwörtern Uran, Uranlagerstätten und Wismut GmbH (Unternehmen). Die nachstehenden Angaben zu den physikalischen und chemischen Eigenschaften des Elements haben wir dort entnommen.

 

 

 

Das Element Uran -
zunächst ein paar Fakten

 

Geschichte

In den Bergwerken des sächsischen und böhmischen Teils des Westerzgebirges war schon im 16. Jahrhundert ein schwarzes, schweres, damals nutzloses Mineral bekannt, das verschiedentlich dem Eisen oder Zink zugeordnet wurde. Hier entstand der deutsche Name „Pechblende“ für das Mineral. Als Typlokalität für die Pechblende gilt St. Joachimsthal (heute: Jáchymov). In seiner Zeit als Stadtarzt in Joachimsthal beschäftigte sich bereits Agricola mit der für ihn noch rätselhaften Krankheit, die ausschließlich Bergleute befiel und später als "Schneeberger Krankheit" bekannt wurde.

Als Typlokalität für das Mineral Uraninit (Pechblende) gilt die Ganglagerstätte St. Joachimsthal (heute Jáchymov), von wo es F. E. Brückmann 1727 erstmals beschrieben hat. Der Berliner Chemiker Martin Heinrich Klaproth entdeckte 1789 in Material aus der Johanngeorgenstädter Grube Georg Wagsfort das Element Uran, konnte das reine Metall jedoch noch nicht darstellen. Das gelang erst fünfzig Jahre später im Jahre 1841 dem Franzosen Eugène Peligot.

Wirtschaftliche Verwendung fanden Uranverbindungen im 19. Jahrhundert fast ausschließlich zum Färben von Glas und Keramik. Alltäglichen Gebrauchsgegenständen wie Schüsseln, Gläsern usw. gaben die Uransalze eine gelbgrüne Farbe ("annagrün"). Glashersteller aus Joachimsthal benutzten diese Technik bereits 1826. Die Verwendung von Uran zur Glasfärbung wurde noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts fortgeführt, bevor es durch andere, weniger bedenkliche Farbpigmente ersetzt wurde. Bis 1898 waren bereits 21 verschiedene Uranminerale bekannt, davon wurden 14 im Erzgebirge zum ersten Mal beschrieben.

  


Mit Uranverbindungen gefärbte Gläser fluoreszieren prächtig im UV-Licht.
(Exponate aus der Lagerstättensammlung der SDAG Wismut, Hartenstein. Foto A. Schraps, 2014).

  

Antoine Henri Becquerel entdeckte 1896 die Radioaktivität des Urans. Aus Aufbereitungsrückständen aus Joachimsthal isolierten 1898 Marie und Pierre Curie in Paris schließlich die Elemente Polonium und Radium.

Diese Entdeckungen lösten ein großes wissenschaftliches Interesse und in dessen Folge auch einen wirtschaftlichen Aufschwung der Uranerzförderung im böhmischen Joachimsthal aus. Dies weckte auch im Königreich Sachsen Interesse. Der Freiberger Professor Carl Schiffner erhielt Anfang des 20. Jahrhunderts den Auftrag, radioaktive Quellen und Mineralvorkommen im Erzgebirge zu untersuchen. Dabei wurden in Oberschlema (im "Radiumort" auf der Sohle des Markus-Semmler-Stollns) stark Radium- und Radon- haltige Wasserzutritte entdeckt, was 1929 zur Entstehung des Kurbades Oberschlema führte. Auch in Ronneburg waren radonhaltige Quellen ("Brunnenholz") bekannt und wurden als Heilquellen genutzt. Nach der Sanierung wurde das neuerrichtete Kurbad Actinon in Oberschlema 2006 wiedereröffnet.

Carl Wilhelm Anton Schiffner (* 30. Mai 1865 in Cainsdorf; † 16. September 1945 in Freiberg) war ein deutscher Hüttenkundler und Hochschullehrer. Der Sohn des auf der Königin-Marien-Hütte tätigen Hüttenchemikers Carl Anton Schiffner und dessen Ehefrau Marie geb. Schönfelder studierte das Hüttenwesen an der Bergakademie in Freiberg. Nach Beendigung seiner Studien war er in verschiedenen leitenden Stellen tätig, zuletzt als Laboratoriumsleiter in der Hütte Halsbrücke. In dieser Zeit widmete er sich der dokismatischen Edelmetallbestimmung, die 1902 zu seiner Berufung als Professor der Metallhüttenkunde und Elektrometallurgie an der Bergakademie Freiberg geführt haben. 1909 erhielt er zusätzlich den Lehrauftrag für Probierkunde.

Er ist unter den Professoren der Königlich Sächsischen Bergakademie besonders durch die zwischen 1908 und 1912 von ihm ausgeführten Untersuchungen radioaktiver Wässer im sächsischen Erzgebirge und im Vogtland bekannt geworden. In der Folge wurde auch an der Bergakademie Freiberg ein "Radiuminstitut" gegründet. Er untersuchte aber auch die Flugstaubabscheidung aus Hüttengasen durch elektrostatische Abreinigung. Seine Kenntnisse fanden u. a. Niederschlag in dem Lehrbuch „Einführung in die Probierkunde“ und in dem Kögler‘schen „Taschenbuch für Berg- und Hüttenleute“.

  

Die Wismut

Einen direkten Uranbergbau gab es in Sachsen vor dem Zweiten Weltkrieg nicht; die Produktion war auf eine geringe Beigewinnung von Uran aus den westerzgebirgischen Kobalt-Wismut-Nickel-Gruben beschränkt.

Mit Ende des Zweiten Weltkriegs kamen unverzüglich sowjetische Experten ins Land. Diese sollten zuerst den Stand der deutschen Atomforschung untersuchen. Gleichzeitig nahmen Untersuchungen im Erzgebirge ihren Anfang, um natürliche Uranvorkommen zu finden. Am 14. September 1945 wurde dafür durch die 9. Verwaltung des Ministeriums des Innern der UdSSR die „Sächsische Erkundungsexpedition (Sächsische Erzsuchabteilung)“ gegründet. Bergbauanlagen wurden dazu teilweise von der 1937 gegründeten Sachsenerz Bergwerks AG übernommen. Die im April 1946 gegründete „Gewinnungs- und Erkundungsexpedition“ (Sächsische Gewinnungs- und Erkundungsgruppe) setzte die begonnenen Arbeiten fort .

Am 29. Juli 1946 wurde auf Beschluss des Ministerrates der UdSSR die Gewinnung- und Erkundungsexpedition in die „Sächsische Bergbauverwaltung“, dem Vorläufer der späteren Generaldirektion der Wismut AG, umgebildet. Im Mai 1947 erteilte die SMAD den Befehl Nr. 128, der die Überführung mehrerer sächsischer Bergbauanlagen in sowjetisches Eigentum und die Anrechnung auf das Reparationskonto der UdSSR enthielt. Die Wismut3) AG (mit Sitz in Moskau) erhielt die im Befehl Nr. 131 der Sowjetischen Militäradministration (SMA) Sachsen vom 30. Mai 1947 bezeichneten Bergbauverwaltungen Schneeberg, Johanngeorgenstadt, Annaberg, Marienberg, Lauter und das Aufbereitungswerk Pechtelsgrün als Grundausstattung. Die am 4. Juni in Moskau gegründete deutsche Zweiggesellschaft hatte ihren Sitz in Aue, wo sie am 2. Juli 1947 im Handelsregister eingetragen wurde.

Im Jahr 1948 wurde der Sitz der Gesellschaft nach Chemnitz-Siegmar in das Rathaus in der Rathausstraße 5 verlegt. Im Jahr 1952 wurde der Firmensitz in das an der Jagdschänkenstraße 29 neuerbaute Verwaltungsgebäude verlegt, in welchem heute die Regionalstelle der Bundesknappschaft logiert. Nachdem bis 1953 alle SAG vornehmlich in Volkseigene Betriebe überführt wurden, wurde die Wismut AG liquidiert und als Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG) neu gegründet, die bis 1991 existierte. Die SDAG nahm ihre wirtschaftliche Tätigkeit am 1. Januar 1954 auf.

Die Beschäftigtenzahl, die 1953 mit 132.800 ihren Höhepunkt erreichte, sank bis 1962 auf etwa 45.000 und blieb bis Ende der 1980er Jahre fast unverändert. Die Wismut AG/SDAG Wismut war damit eines der größten Industrieunternehmen in der DDR. Die Bedeutung der Wismut für die DDR wurde dadurch unterstrichen, dass die SED-Parteiorganisation im Unternehmen, die Gebietsleitung Wismut, den Rang einer SED-Bezirksleitung hatte. Die heutige Unternehmensleitung der Wismut GmbH hat ihren Sitz im Gebäude der einstigen Gebietsparteileitung in der Jagdschänkenstraße in Chemnitz. Die Belange der Wismut hatten oftmals Vorrang vor allen anderen Dingen in der DDR. So wurde z. B. die Eisenbahnstrecke Zwickau-Aue-Johanngeorgenstadt zweigleisig ausgebaut, während andernorts in der sowjetischen Besatzungszone jeweils ein Gleis zweigleisiger Strecken als Reparationsleistung für die UdSSR demontiert wurde.

In den 1960er Jahren verfügte die Wismut über einen technischen Stand, der dem weltweiten Niveau gleichartiger Bergbauunternehmen absolut gleich kam. In diesen Zeitraum fielen auch die Entdeckungen der letzten beiden bedeutenden Uranlagerstätten in Königstein (Sächsische Schweiz) und Pöhla. 1984 berechnete die Wismut die Selbstkosten pro kg für die Restressourcen des Unternehmens (inklusive Erkundungsreviere). Diese schwankten zwischen 321,60 Mark (Bergbaubetrieb Königstein) und 1005,60 Mark (Baufeld Freital-Heidenschanze). Im Durchschnitt lagen sie für alle bewerteten Uranressourcen bei 471,60 Mark/kg und bei 506 Mark/kg Gesamtkosten für Uran im chemischen Konzentrat. Auf DM-Basis gibt es nur eine Bewertung für die Ressourcen des jüngsten Bergbaubetriebes der Wismut in Drosen durch die Interuran/Cogema. Dabei wurden voraussichtliche Gewinnungskosten von 369 DM/kg an der unteren Bauwürdigkeitsgrenze (Schwellengehalt oder neudeutsch Cut-Off) von 0,03 % Uran (300 ppm) und 203 DM/kg bei einem Cut-Off von 0,1 % Urangehalt im Erz errechnet.

Von der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) und der OECD Nuclear Energy Agency wurden demgegenüber im so genannten Red Book die nachgewiesenen (reasonably assured resources, RAR) und zu Kosten von maximal 130 $/kg weltweit förderbaren Reserven für das Jahr 2007 mit 3,3 Mio. Tonnen angegeben. Wir haben mal nachgeforscht und unter wallstreet-online.de folgende Grafik zur aktuellen Preisentwicklung für Uran gefunden:

  

Preis für Yellowcake (U3O8) am Spotmarkt in $ / lb U3O8 (nicht inflationsbereinigt) seit 1987:
2013 lag er bei knapp 40 $/Pfund, respektive also zirka 80 $ pro kg.

   

Bereits 1989 stellten der Bergbaubetrieb „Willy Agatz“ in Freital wegen Erschöpfung der Lagerstätte sowie die Aufbereitungsanlage Crossen ihren Betrieb ein. Im gleichen Jahr wurde beschlossen, auch die Uranförderung des Bergbaubetriebes Beerwalde auf der Ronneburger Lagerstätte einzustellen. Die politischen Geschehnisse überholten allerdings die Planungen der SDAG Wismut. Im Jahr 1990 einigten sich die DDR und die UdSSR darauf, die Tätigkeit der SDAG Wismut zum 1. Januar 1991 einzustellen, was letztendlich die meisten der zehntausend Beschäftigten ihren Arbeitsplatz kostete.

Mit der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ging der DDR-Anteil der SDAG auf die Bundesrepublik Deutschland über. Durch den Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der UdSSR vom 16. Mai 1991 ging auch der bis dahin sowjetische Anteil der SDAG Wismut auf Deutschland über. Die Aktiengesellschaft wurde in das Sanierungsunternehmen Wismut GmbH umgewandelt, von dem Anfang 1992 die umfangreichen Neben- und Hilfsbetriebe als Deutsche Fertigungs- und Anlagenbaugesellschaft mbH (DFA) abgespalten wurden. Einzelne Teile der DFA wurden bis 1995 privatisiert, die Restgesellschaft ging danach in Liquidation. Das grundlegende Ziel der Wismut GmbH besteht bis heute darin, im Interesse der in den betroffenen Gebieten lebenden Menschen eine ökologisch sinnvolle Sanierung der Wismut-Standorte durchzuführen und akzeptable Umweltverhältnisse zu schaffen. Für dieses weltweit einmalige Großprojekt stellte die Bundesregierung Haushaltsmittel in Höhe von ca. 13 Milliarden DM zu Verfügung. Damals erwartete man noch einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren für die Sanierung. Sie ist bis heute nicht abgeschlossen.

3) Zum Unternehmen Wismut folgende Anmerkung: Natürlich war die Bezeichnung „Staatliche Aktiengesellschaft der Buntmetallindustrie Wismut“ der Verschleierung des tatsächlichen Unternehmenszwecks geschuldet. Und natürlich hat trotzdem jeder gewußt, was wirklich gefördert wurde. Witzigerweise stellte man 2003 im Institut d’astrophysique spatiale in Orsay (Frankreich) fest, dass das bisher für stabil gehaltene, einzige natürliche Isotop des Wismuts 209Bi selber auch radioaktiv und ein Alpha-Strahler mit einer astronomischen Halbwertszeit von (1,9 ± 0,2) · 1019 Jahren (etwa 19 Trillionen Jahre) ist. 

Zum Element Wismut: Wegen Anfragen aus der jüngeren Generation, die nach der Rechtschreibreform der Rechtschreibreform im Chemieunterricht die Bezeichnung Bismut für dieses Element gelernt hat, halten wir noch diese Bemerkung für nötig: Lange bevor es die Chemie als Naturwissenschaft gab, war dieses leicht schmelzbare und in der Natur gediegen vorkommende Metall nämlich bereits bekannt. Laut Wikipedia taucht der deutsche Name „Wesemut“ bereits im 14. Jahrhundert auf - wohlgemerkt mit einem W vorn. Die überwiegend lateinisch kommunizierende Wissenschaftselite der Renaissance verwendete beides: Es gab sowohl die Schreibweise „Wismutum“ als auch „Bisemutum“. Der Ursprung dieses Namens soll schon im antiken Griechenland liegen, wo man das Metall als ψιμύθιον [psimýthion] oder Bleiweiß bezeichnete. Auf dem Umweg über arabische Schriften ist aus dem griechischen Psi dann quasi mundartabhängig ein W oder ein B entstanden. Oft wird für den deutschen Sprachraum auch auf eine mögliche Ableitung des Namens von der angeblich ersten Mutung in der Zeche St. Georgen in der Wiesen in Schneeberg im 15. Jahrhundert verwiesen.

Lange wurde Wismut als eine Abart von Blei, Zinn, Antimon oder anderen Metallen und Mineralien betrachtet, obwohl schon im 16. Jahrhundert Georgius Agricola eine genauere Unterscheidung versuchte. Der Charakter als chemisches Element wurde erst nach der Mitte des 18. Jahrhunderts durch die Chemiker Claude François Geoffroy, Johann Heinrich Pott, Carl Wilhelm Scheele und Torbern Olof Bergman nachgewiesen. Das chemische Symbol Bi schlug J. J. Berzelius im Jahr 1814 ausgehend von der lateinischen Bezeichnung Bismuthium vor. Damit sich nun aber kein deutscher Schüler mehr den Kopf zerbrechen muß, warum das Metall Wismut das chemische Symbol Bi bekommt, hat man sich Ende der 1980er Jahre (in meinem Chemie-Unterricht gab es noch kein Bismut) darauf geeinigt, daß es denn auch in der deutschen Sprache Bismut" heißen solle. Auf den Eigennamen des Bergbauunternehmens hat das natürlich keinen Einfluß mehr - und auch nicht auf meinen persönlichen Sprachgebrauch: Bei mir heißt es Wismut".

  

Eigenschaften des Urans

Uran steht im Periodensystem der Elemente in der Gruppe der Actiniden und besitzt die Ordnungszahl 92. Es galt lange als das natürlich vorkommende Element mit der höchsten Ordnungszahl. Der Clarke-Wert für den Massenanteil des Elements in der (uns zugänglichen) Erdkruste liegt nach TAYLOR, 1964, bei zirka 2,7 ppm (Gramm pro Tonne). Uran ist also ein relativ verbreitetes Element und in der Erdkruste häufiger zu finden, als solche Elemente wie Zinn, Wolfram, Molybdän oder Wismut. Besonders granitische und kieselsäurereiche Vulkanite können bis zu 14,0 ppm Uran enthalten.

Im Jahr 1971 wurden Spuren des Plutoniumisotops 244Pu (Ordnungszahl 94) nachgewiesen, so dass heute Plutonium das Uran als letztes bekanntes, natürlich auftretendes Element abgelöst hat.

Gegenwärtig sind 28 Isotope und Kernisomere des Elements bekannt, welche Massenzahlen zwischen 218 und 242 besitzen. Alle Uranisotope sind radioaktiv und zerfallen mit unterschiedlichen Halbwertszeiten über mehrere Zwischenprodukte (u. a. Radium, Polonium und das Edelgas Radon) zu verschiedenen Bleiisotopen. Die Anwesenheit von Blei in vielen Uranmineralien resultiert aus diesem Prozess.

Mit zirka 99,27% Massenanteil überwiegt das Isotop 238U bei weitem. Es besitzt mit fast 4,5 Milliarden Jahren auch die längste Halbwertszeit unter den Uranisotopen. In natürlichem Uran folgen nach ihrer Häufigkeit 235U mit 0,72% und 234U mit 0,0055%. In der Kerntechnik wird vor allem das spaltbare Uranisotop mit der Massenzahl 235 verwendet.

Mit einer Dichte von 19,16 g/cm³ gehört Uran zu den "schwersten" Elementen überhaupt.

In reiner Form besitzt Uran metallische Eigenschaften. Die meisten Säuren lösen metallisches Uran daher auf, während es von Basen nicht angegriffen wird. An der Luft überzieht sich das Metall ähnlich wie Aluminium mit einer Oxidschicht.

Uran bildet eine Vielzahl von natürlichen Verbindungen, in denen es in den Oxidationsstufen +3 bis +6 vorliegen kann. Je nach Oxidationszahl variiert die Farbe von Uransalzen in wässriger Lösung ebenso wie in festen Verbindungen: U3+-Ionen färben violett, U4+ grün, (U5+O2-)3+ blaßlila und das Uranylion (U6+O2-2)2+ gelb. In der Natur tritt Uran überwiegend mit den Wertigkeiten +4 und +6 auf. Vierwertige Uranminerale (insbesondere Pechblende) sind in Wasser unter normalen pH-Eh-Bedingungen nahezu unlöslich.

Nicht zu unterschätzen ist neben der Radioaktivität auch die Toxizität der Uranverbindungen. Der Grad der Toxizität wird vorwiegend durch deren Löslichkeit bestimmt: Die leichtlöslichen Uranyl-Salze sind am giftigsten. Uran wirkt außerdem teratogen (erbgutschädigend). 

 

Geochemie

Uran kommt nicht gediegen in der Natur vor, sondern stets in sauerstoffhaltigen Mineralen. Wirtschaftlich bedeutsame Uranminerale sind unter anderem Brannerit und Uraninit, Carnotit und Coffinit, seltener die Sekundärminerale Torbernit, Heinrichit und Uranophan. Gegenwärtig sind rund 230 Uranminerale bekannt, von denen einige lokal ebenfalls von wirtschaftlicher Bedeutung sein können.

Die beiden entscheidenden Faktoren für die Verteilung des radioaktiven Elements Uran auf der Erde sind zum einen der lithophile Charakter des Elements, zum anderen seine unterschiedliche Mobilität in wässrigen Lösungen unter oxidierenden und reduzierenden Bedingungen.

Der lithophile Charakter bewirkt, dass Uran sich in silikatreichen Schmelzen anreichert. Daher enthalten in der Regel felsische Magmatite wie Granit als Plutonit oder Rhyolith als Vulkanit die höchsten Konzentrationen dieses Elements. Die ozeanische Kruste weist dagegen um Größenordnungen geringere Urangehalte auf. In magmatischen Gesteinen wird Uran meist in akzessorische Minerale wie Zirkon oder Monazit eingebaut. Anhand seiner bekannten Halbwertszeit und dem Mengenverhältnis U : Pb kann man sehr gut das Alter der Gesteine ermitteln.

Die unterschiedliche Löslichkeit von Uran unter oxidierenden oder reduzierenden Bedingungen spielt für die Bildung von Uranlagerstätten eine besonders große Rolle. Unter oxidierenden Bedingungen ist Uran (als Uranylion) in wässrigen Lösungen sehr gut löslich und daher sehr mobil, während es unter reduzierenden Bedingungen (als vierwertiges Uranion) sehr schwer löslich ist und ausgefällt wird. Daher sind Gesteinsgrenzen mit zu reduzierendem Milieu wechselnden Redoxeigenschaften oft lagerstättenkontrollierende Faktoren. Solche Grenzen können zum Beispiel Schichten mit hohem Kohlenstoff- Anteil, aber auch sulfidreiche Gesteine sein.

Die unterschiedlichen Lagerstättentypen, aus denen die Wismut in Sachsen und Thüringen Uranerz förderte, beschreiben wir in einem zweiten Beitrag:  Wo sie suchten... Dazu gibt es hier eine Übersicht.

J. B.

   

 

Elemente
Sulfide und Verwandte (Arsenide, Selenide, Telluride) 
Halogenide
Oxide und Hydroxide
Karbonate (Borate, Nitrate)
Sulfate und Verwandte (Chromate, Molybdate, Wolframate)
Phosphate und Verwandte (Arsenate, Vanadate)
Silikate
 

 

 

Elemente
 
Wie oben erläutert ist Uran ein ziemlich reaktionsfreudiges Metall und kommt deshalb unter natürlichen Bedingungen nicht elementar vor.
 
 

 

 

Sulfide und Verwandte (Arsenide, Selenide, Telluride)
 

Chemisch reagiert Uran wie ein "Halbmetall" und bildet unter natürlichen Verhältnissen weder Basen noch sulfidische Verbindungen. Allerdings sind einige Uran-Selenite und Tellurite als mineralogische Exoten bekannt. (Für die armen Berliner, die nur noch in "Naturwissenschaften" unterrichtet werden: Das sind die Salze der sauerstoffarmen Selen- bzw. Tellursäuren mit den Säurerestionen (SeO3)2- bzw. (TeO3)2- und keine Selenide bzw. Telluride.)
 

 

 

 

Halogenide
 
Natürliche Halogenide des Urans sind nicht bekannt, dafür aber zahlreiche Komplexverbindungen des Uranylions (UO2)2+. Die folgen gleich in den nächsten Rubriken.

Urantetrafluorid (UF4), auch bekannt als „green salt“, ist ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Uranhexafluorid. Uranhexafluorid (UF6) wiederum ist ein weißer Feststoff, der bei einer Temperatur von 56,5 °C sublimiert und nur unter Druck von mindestens 1,5 bar und bei einer Temperatur von +64,1°C eine flüssige Phase bildet. Uranhexafluorid ist die Uranverbindung, die bei den zwei wichtigsten Isotopen-Anreicherungstechnologien eingesetzt wird.
  

 

 

 

Oxide und Hydroxide
 
Haupterz und Primärmineral in hydrothermalen Lagerstätten ist fast immer und überall das Oxid des vierwertigen Urans - die "Pechblende". Der Name beruht nicht (nur) auf dem pechschwarzen Glanz dieses Minerals, sondern aus dem den Alten bereits lange bekannten Umstand, dass bei beginnender Uranerzführung die Silbererzführung der Gänge schwindet. Diese beiden Elemente scheiden sich bei unterschiedlichen p-T- und ph-Eh- Bedingungen ab, in der Regel ist das Uran den tieferen (hochthermalen) Gangabschnitten zugeordnet.

Durch Aufoxydation des Urans (U4+ ---> U6+) ist das molare Verhältnis zwischen Uran und Sauerstoff nicht konstant und häufig ist  U : O < 1 : 2 (Für Uraninit wird auch die Formel U3O8 angegeben).

Daneben sind eine ganze Reihe von Verwitterungsbildungen des Uraninits in diese Gruppe einzuordnen, in denen das Uranylion (U6+O2-2)2+ anstelle von Säurerestionen zusammen mit Hydroxidionen in Komplexen gebunden ist.

Der sogenannte „Yellowcake" ist ein Zwischenprodukt der Aufbereitung und Verarbeitung von Uranerz (ein Uranoxidkonzentrat). Der Name ist abgeleitet von der früher üblichen Farbe und Textur. Heutzutage werden höhere Kalzinationstemperaturen verwendet, wodurch der „gelbe Kuchen“ eher dunkelgrün bis schwarz ist. Die Zusammensetzung variiert und hängt vom Verhüttungsprozess ab. Der Yellowcake setzt sich unter anderem aus Uranylhydroxid, Uranylsulfat, Natrium-para-Uranat und Uranylperoxid zusammen, daneben aus einer Reihe von weiteren Uranoxiden. Hauptbestandteil des Yellowcake sind bis zu 90% Uranoxid U3O8.

  

Uraninit (Pechblende, Uranpecherz, Nasturan, erdig-pulvrige Ausbildungen "Uranschwärze")
UO2
Gangstück mit Derberz in Dolomit, Bildbreite zirka 25 cm,
Hartenstein, Schacht 371.

Private Sammlung, Halsbrücke
 


   

Rückseite der Stufe oben.
 


   
Uraninit (Pechblende)
UO2
Gangstück mit Derberz, schwarzviolettem Fluorit (Stinkspat) und Dolomit, Bildbreite zirka 20 cm,
Breitenbrunn, Otto Stolln.

Private Sammlung, Halsbrücke
 


 
  
Uraninit (Pechblende)
UO2
kollomorphe, traubige Abscheidung auf Klüften mit Calzit, Breite der Stufen zirka 8 cm,
Hartenstein, Haldenfund 1991, Schacht 371.

Private Sammlung, Freiberg
 


   
Uraninit (Pechblende)
UO2
typische kollomorphe, traubige Ausbildung, teilweise mit Proustit überhaucht,
Haldenfund 1988, Schacht 139, Lauta bei Marienberg

Sammlung F. Ihle
 


   
Uraninit (Pechblende)
UO2
typische kollomorphe, traubige Ausbildung, Breite der Stufe zirka 10 cm,
Haldenfund, Dammhalde, Johanngeorgenstadt

Sammlung Elle
 


   
Uraninit (Pechblende)
UO2
mit Krusten und Überzügen verschiedener, nicht im Einzelnen analysierter Uran-Sekundärmineralien,
Haldenfund, Dammhalde, Johanngeorgenstadt

Sammlung Elle
 


   
Becquerelit (nach Henry Becquerel, dem Entdecker der Radioaktivität benannt)
6 [(UO2) / (OH)2 ] · 4 H2O (Rößler) bzw.
Ca(UO2)6O4(OH)6 · 8 H2O (IMA)
Bestandteil von Gummit, Westerzgebirge
 

 

Bildbeispiele werden noch gesucht ! 
 

Billietit 
6 [(UO2) / (OH)2 ] · Ba(OH)2 · 4 H2O (Rößler) bzw.
Ba(UO2)6O4(OH)6 · 8 H2O (IMA)
Fund bei der Sanierung des ehemaligen Verladebahnhofes Großfriesen bei Zobes

Sammlung Elle
 


  
Clarkeit (Clarceit)
Na2U2O7 (Rößler) bzw.
Na(UO2)(O,OH) (IMA)
Bestandteil von Gummit, Oberschlema
 
 
Curit (Clarceit)
3 PbO · 8 UO2 · 4 H2O (Rößler) bzw.
Pb3[(UO2)4O4(OH)3]2 · 2 H2O (IMA)
Bestandteil von Gummit, Tirpersdorf, Westerzgebirge
 
 
Fourmarierit  
8 [(UO2) / (OH)2] · Pb(OH)2 (Rößler) bzw.
Pb2(UO2)4O3(OH)4 · 4 H2O (IMA)
Bestandteil von Gummit, Tirpersdorf, Westerzgebirge
 
 
Masuyit  
[(UO2) / (OH)2] · H2O (Rößler) bzw.
Pb3U8O27 · 10 H2O (IMA)
Bestandteil von Gummit, Tirpersdorf, Westerzgebirge
 
 
Polykras xx
(Y, Er, Ce, U, Pb, Ca) (Ti, Nb, Ta)2 (O, OH)6 (Rößler) bzw.
(Y, Ca, Ce, U, Th) (Ti, Nb, Ta)2O6  (IMA)
kam in Sachsen im Plauenschen Grund vor, diese Stufe stammt aus Hitterö, Flekkefjord in Norwegen; Bildbreite ca.1,5 cm, historischer Fund, mit Original- Etikett von Carl Schiffner.

Sammlung und Foto: U. Haubenreißer
  


 
Schoepit  
8 [(UO2) / (OH)2] · 8 H2O (Rößler) bzw.
(UO2)8O2(OH)12 · 12 H2O (IMA)
Bestandteil von Gummit, Schneckenstein, Westerzgebirge
 
 
Uranospärit xx (orange)
[(UO2) / (OH)2 / BiOOH] (Rößler) bzw.
Bi(UO2)O2(OH) (IMA)
Bestandteil von Gummit, kam u. a. vor am Schneckenstein und im  Westerzgebirge, diese Stufe stammt von der Grube Weißer Hirsch, Walpurgis Flacher Gang, Schneeberg, historischer Fund von 1871; Bildbreite ca.8 mm, hier in Paragenese mit Trögerit xx (blaßgrün).

Sammlung und Foto: U. Haubenreißer
 


 
Vandendriesscheit  
8 [(UO2) / (OH)2] · Pb(OH)2 · 4 H2O (Rößler) bzw.
Pb1,5(UO2)O6(OH)11 · 11 H2O (IMA)
Bergen, Tirpersdorf
 
 

Wölsendorfit (orange) 
8 [(UO2) / (OH)2] · PbO (Rößler) bzw.
(Pb, Ca)U2O7 · 2 H2O (IMA)
Bestandteil von Gummit, kam u. a. vor in Tirpersdorf, Westerzgebirge, natürlich auch von Wölsendorf im Schwarzwald. Diese Stufe stammt vom Johannes Schacht in Wölsendorf, mit Uranophan (gelb) auf Uraninit, Größe 2 x 2 cm.

Sammlung und Foto: U. Haubenreißer.
 


 
Schon mehrfach oben angeführt wurde der "Gummit". Damit werden gummiartig erscheinende, meist recht "bunte" Umwandlungsbildungen von Uraninit bezeichnet.

Sie bestehen aus einem Gemenge vieler verschiedener Minerale. Die "innere" Zone um die Pechblende besteht überwiegend aus Becquerelit und Fourmarierit, daneben Clarkeit und Curit (alles Oxide und Hydroxide). Nach außen folgen Uranylsilikate, wie Uranophan, Kasolit, ferner Soddyit, Sklodowskit und andere. Ganz außen findet sich oft das Karbonat Rutherfordin.
 

 

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Als "Thucholith" wird ein asphaltartiges, schwarz glänzendes Gemenge organischer, uranhaltiger Substanzen bezeichnet. Gelegentlich auftretende, würflige Kristalle stellen wohl Pseudomorphosen nach Uraninit dar. Die Entstehung ist unklar.

Kohlenstoff und kohlenstoffhaltige Gesteine wirken bekanntermaßen als "geochemische Barriere" und fällen aufgrund meist reduzierenden Milieus die mobilen Uranylkomplexe aus Lösungen aus. Auf diesem Weg dürften die "Erzkohlen" im Freitaler Raum entstanden sein, aber auch die Uranführung in den "Schwarzschiefern" in Ostthüringen (dabei handelt es sich überwiegend um kohlenstoff- und primär sulfidreiche, silurische und ordovizische Tonschiefer). Auch in der Lagerstätte Aue- Alberoda waren graphitführende Lagen im Phyllit und graphitführende tektonische Störungen besonders erzhöffig.

Diese beiden Stücke uranhaltiger Steinkohlen aus dem Döhlener Becken auf den Fotos rechts haben wir in der Lagerstättenkundlichen Sammlung der TU Bergakademie Freiberg im A.- G.- Werner- Bau gefunden.

 


 

Massiver, pechartiger Thucholith mit in Hohlräumen kristallisiertem Malachit. 8 cm breite Stufe von Wrexen, Waldeck, Nordhessen.

Sammlung und Foto: A. Gerstenberg.


 
 

 

 

Karbonate und Verwandte
(Nitrate, Borate)

 
Bayleyit
Mg2(UO2)(CO3)3 · 18 H2O
Schneckenstein
  


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Liebigit (Uranothallit)
Ca2(UO2)(CO3)3 · 10...11 H2O
Oberschlema
 
 
Rutherfordin 
(UO2)(CO3)
in Gummit, Schneeberg, Schneckenstein
 
 
Voglit xx 
Ca2Cu(UO2)(CO3)4 · 6 H2O
auf Uraninit, Jachymov, Tschechien; Bildbreite ca. 2 cm.

Sammlung und Foto: U. Haubenreißer.


 
Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Uran- bzw. Uranylkarbonate, jedoch noch ohne Nachweis aus Sachsen.
  
 

 

 

Sulfate und verwandte Verbindungen
(Chromate, Molybdate, Wolframate)

 

Johannit (Uranvitriol)
Cu [(UO2) / (OH) / (SO4)]2 · 7 H2O (Rößler)
Cu(UO2)2(SO4)2(OH)2 · 8 H2O (IMA) 
Johanngeorgenstadt
 

 

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Schröckingerit
NaCa3 [(UO2) / /F / (SO4) / (CO3)3] · 10 H2O (Rößler)
NaCa3(UO2)(CO3)3(SO4)F · 10 H2O (IMA) 
Johanngeorgenstadt
 
 
Uranopilit (Uranocker)
[(UO2)6 / (OH)5 / H2O / (SO4)]2 · 5...12 H2O (Rößler)
(UO2)6O2(OH)6(SO4) · 14 H2O (IMA) 
Schlema

Sammlung Ludwig
 


  
Zippeit (Uranblüte)
[(UO2)6 / (OH)3 / (H2O)3 / (SO4)3] · 12 H2O (Rößler)
K3(UO2)4(OH)(SO4)2 · 3 H2O (IMA) 
kam u. a. vor in Oberschlema. Diese Stufen sind aus Jachymov (St.Joachimsthal),Tschechien; historische Proben bis ca.1 cm Größe, mit Etikett von Friedrich Tamnau.

Friedrich Tamnau (*1802, †1879) war ein deutscher Bankier, Mineraloge und Mineraliensammler, der eine zu seiner Zeit größten und bestausgestatteten Privatsammlungen von Mineralien aufbaute.
 


  
Auch unter den Sulfaten und ihren Verwandten gibt es noch mehr natürlich vorkommende Uranylverbindungen, jedoch bisher ohne Nachweis aus den sächsischen Uranerzrevieren.
 
 

 

 

Phosphate und verwandte Verbindungen
(Arsenate, Vanadate) 

  

Ein großer Teil der sächsischen Uranminerale entstammt dem Westerzgebirge, wo unter den hydrothermalen Lagerstätten die BiCoNi-Formation vorherrscht. In der BiCoNi sind gediegen Arsen und Kobalt-Nickel-Arsenide reichlich vertreten - und eben auch Uranpecherz. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Uran-Sekundärminerale in dieser Gruppe besonders zahlreich vertreten sind.

Am 16. März 1871 wurde auf dem Erzgang Walpurgis Flacher in der Fundgrube Weißer Hirsch zu Schneeberg eine Erzpartie angeschossen, die zum "Jahrhundertfund" von Schneeberg wurde. In einem stark verwitterten Erz aus Uranpechblende und gediegenem Wismut fand sich eine Anhäufung farbenprächtiger Uran-Sekundärmineralien. Die verschiedenen Minerale durchliefen ein Farbspiel von Orange über Gelb bis Tiefgrün.

Schichtmeister Tröger gab Proben des sensationellen Fundes zur Untersuchung an die Bergakademie Freiberg. Dort konnte der Mineraloge A. Weisbach - allein aus diesem Fund - fünf neue, bis dahin unbekannte Minerale nachweisen. Aus diesem Fund entstammen u. a. Beschreibungen der Uranminerale Asselbornit, Trögerit, Uranosphärit, Uranospinit, Walpurgin und Zeunerit. Das Schneeberger Revier wird bis heute in der mineralogischen Fachliteratur als Typuslokalität (Erstfundpunkt) für mindestens 22 Mineralarten geführt, vor allem Kobalt-, Wismut- und Uranminerale.

Aber auch die westerzgebirgischen Granite enthalten reichlich Uran. Bekannteste Fundstelle für die meist zitronengelben bis zeisiggrünen "Uranglimmer" ist der Steinbruch Streuberg bei Bergen.

 

Abernathyit
K(UO2)(AsO4) · 4 H2O
Schneeberg 
 

  
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Ankoleit
K2(UO2)2(PO4)2 · 6 H2O
Tirpersdorf
 
 
Arsenuranylit
Ca [(UO2)4 / (OH)4 / (AsO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Ca2(UO2)4(AsO4)2(OH)4 · 6 H2O (IMA)
Bergen
 
 

Asselbornit (grünlichgelb, wachsartig)
Pb2Ba(UO2)6(BiO4)(AsO4)2(OH)12 · 3 H2O (IMA)
Die Fdgr. Weißer Hirsch in Schneeberg ist die Typuslokalität für dieses Mineral. Diese Stufe stammt von Schurf 5, Tirpersdorf, Vogtland, Bildbreite ca.7 mm. Analyse von Dr.Th.Witzke (siehe Lapis 6/96); Sammlung und Foto: U. Haubenreißer.
 


  
Autunit xx (Kalkuranglimmer)
Ca [(UO2) / (PO4)]2 · 10 H2O (Rößler)
Ca(UO2)2(PO4)2 · 10...12 H2O (IMA)
Kristallaggregate auf zersetztem Gangmaterial, Einzelkristalle < 1 mm, Bildbreite zirka 12 cm,
Sanierungsbaustelle Rödergasse, Schneeberg.

Private Sammlung, Freiberg 

   


 
Detailaufnahme obiger Stufe mit quadratischen, hellgrünen Autunitblättchen.
  
Autunit xx (Kalkuranglimmer)
Ca(UO2)2(PO4)2 · 10...12 H2O
Einzelkristall, zirka 1,2 cm Breite,
Johanngeorgenstadt.

Private Sammlung, Freiberg 

   


  
Autunit xx (Kalkuranglimmer)
Ca(UO2)2(PO4)2 · 10...12 H2O
in Zwickeln von derb-körnigem Quarz,
Schacht 139, Haldenfund 2012, Marienberg OT Lauta.

Sammlung und Foto F. Ihle

 


  
Autunit xx (Kalkuranglimmer)
Ca(UO2)2(PO4)2 · 10...12 H2O
Johanngeorgenstadt

Sammlung Ludwig 

   


  
Autunit xx (Kalkuranglimmer)
Ca(UO2)2(PO4)2 · 10...12 H2O
USA

Mineralogische Sammlung der
TU Bergakademie Freiberg im
A.-G.-Werner-Bau 

 


  
Autunit xx (Kalkuranglimmer)
Ca(UO2)2(PO4)2 · 10...12 H2O
Portugal

Mineralogische Sammlung der
TU Bergakademie Freiberg im
A.-G.-Werner-Bau 

 


 
Autunit xx (Kalkuranglimmer)
Ca(UO2)2(PO4)2 · 10...12 H2O
Bergen / Vogtl. 

Lagerstättenkundliche Sammlung der
TU Bergakademie Freiberg im
A.-G.-Werner-Bau 

 


 
...noch eine Stufe aus dieser Vitrine.

 


  
Autunit xx (Kalkuranglimmer)
Ca(UO2)2(PO4)2 · 10...12 H2O

5,6 cm breite Stufe aus blättrigen Autunit xx vom Steinbruch Rockelmann, Schwarzenberg. Gefunden von Carl Schiffner im Jahre 1910.

Sammlung und Foto: A. Gerstenberg.

 


 
Meta- Autunit xx (Kalkuranglimmer)
Ca(UO2)2(PO4)2 · 2...6 H2O
Steinbruch Streuberg, Bergen, Vogtland; Bildbreite ca.30 mm.

Sammlung und Foto: U. Haubenreißer.


  
Meta- Autunit xx (Kalkuranglimmer)
Ca(UO2)2(PO4)2 · 2...6 H2O
Steinbruch Heilmann, Kirchberg, Erzgebirge, Stufenhöhe ca. 2,2 cm.

Sammlung und Foto: A. Gerstenberg.

 


 
Bassetit
Fe [(UO2) / (PO4)]2 · 10...12 H2O (Rößler)
Fe2(UO2)2(PO4)2 · 8 H2O (IMA)
Tirpersdorf
 
 
Bergenit xx
Ba [(UO2)4 / (OH)4 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Ba4Ca2(UO2)3O2(PO4)2 · 16 H2O (IMA)
Schachthalde Mechelgrün

Sammlung Elle 
   


  
Bergenit xx
Ba [(UO2)4 / (OH)4 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Ba4Ca2(UO2)3O2(PO4)2 · 16 H2O (IMA)
Kristallaggregat, nicht gesichert, Verwachsung mit Uranocircit möglich, Breite der Stufe zirka 2 cm,
Stbr. Streuberg, Bergen (Typuslokalität)

Private Sammlung, Freiberg 

   


  
Bergenit xx
Ba [(UO2)4 / (OH)4 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Ba4Ca2(UO2)3O2(PO4)2 · 16 H2O (IMA)
Krusten auf Quarz, Stbr. Streuberg, Bergen (Typuslokalität)

Sammlung Ludwig 

   


  
Bergenit xx
Ba [(UO2)4 / (OH)4 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Ba4Ca2(UO2)3O2(PO4)2 · 16 H2O (IMA),
Mechelgrün / Vogtland

Lagerstättenkundliche Sammlung der
TU Bergakademie Freiberg im
A.-G.-Werner-Bau 

 


  
Bergenit xx
Ba [(UO2)4 / (OH)4 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Ba4Ca2(UO2)3O2(PO4)2 · 16 H2O (IMA),
Mechelgrün / Vogtland, Bildbreite: 1 mm, optisch bestimmt, Fund 2016.

Sammlung und Foto: S. Haschke.  


  
Carnotit
K2 [(UO2) / (VO4)]2 · 3 H2O (Rößler)
K2(UO2)2V2O8 · 3 H2O (IMA)
Carnotit entsteht bei der Verwitterung kohlenstoffhaltiger Sandsteine (red-bed-Typ) und bildete - feindispers verteilt - ein Haupterzmineral in der Lagerstätte Königstein. Aufgrund seiner Ausbildung sind aus sächsischen Vorkommen aber attraktive Mineralstufen nicht vorhanden.
  
 
Chernikovit
(H3O)(UO2)(PO4)
· 3 H2O
Gelbgrüner Chernikovit, verwachsen mit Meta-Autunit xx vom Steinbruch Rockelmann, Schwarzenberg. Stufenbreite ca. 5 cm. Gefunden von Carl Schiffner im Jahre 1910.

Sammlung und Foto: A. Gerstenberg.

 


  
Dewindtit xx (goldgelb)
Pb [(UO2)4 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Pb3H(UO2)3O2(PO4)2 (IMA)
ist beschrieben von Bergen und Schneeberg. Diese Stufe stammt von Schurf 5 bei Tirpersdorf, Vogtland, (analysiertes Material J.Gröbner) Bildbreite ca. 2 mm, mit Meta-Zeunerit (blaßgrün), Sammlung und Foto: U. Haubenreißer.  
 

  
Dumontit
Pb3 [(UO2) / (OH)2 / (PO4)]2 · 3 H2O (Rößler)
Pb2(UO2)3O2(PO4)2 · 5 H2O (IMA)
Tirpersdorf
 
 
Francevillit
(Ba, Pb) [(UO2)2 / (VO4)2] · 5 H2O
Tirpersdorf 
 
 
Fritscheit
Mn(UO2)2((P, V)O4)2 · 10 H2O
Johanngeorgenstadt (Typuslokalität)
  
 
Heinrichit
Ba(UO2)2(AsO4)2 · 10...12 H2O
Schneeberg
 
 
Hügelit
Pb2[(UO2)3 / (AsO4)2 / (OH)4] · 3 H2O  (Rößler)
Pb2(UO2)3(AsO4)2(OH)4 · 3 H2O  (IMA)
Tirpersdorf 
 
 
Kahlerit
Fe(UO2)3(AsO4)2 · 10...12 H2O  (IMA)
Schneeberg  
 
 
Natrium-Uranospinit
(Na, Ca) [(UO2) / (AsO4)  · 10 H2O  (Rößler)
(Na, Ca)(UO2)2(AsO4)2 · 5 H2O  (IMA)
Schneeberg (ungesichert)  
 
 
Novačekit
Mg [(UO2)2 / (AsO4)2] · 10 H2O  (Rößler)
Mg(UO2)2(AsO4)2 · 12 H2O  (IMA)
Schlema (Typuslokalität: Schneeberg)

Sammlung Ludwig
 


  

Novačekit xx
Mg [(UO2)2 / (AsO4)2] · 10 H2O  (Rößler)
Mg(UO2)2(AsO4)2 · 12 H2O  (IMA)
Grube Weißer Hirsch, Schneeberg, Bildbreite 3,1 cm, Sammlung und Foto: U. Haubenreißer.


  
Parsonsit
Pb2 [(UO2) / (PO4)2] · 2 H2O  (Rößler)
Pb(UO2)(PO4)2 · 2 H2O  (IMA)
Schneeberg-Neustädtel, Waldschacht,

Sammlung Ludwig
 


  
Phosphuranylit
Ca [(UO2)4 / (OH)4 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
KCa(H2O)3(UO2)7(PO4)O4 · 8 H2O (IMA)
Frankreich

Mineralogische Sammlung der
TU Bergakademie Freiberg im
A.-G.-Werner-Bau 

 


  
Phosphuranylit xx
Ca [(UO2)4 / (OH)4 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
KCa(H2O)3(UO2)7(PO4)O4 · 8 H2O (IMA)
Halde Schacht 362, Mechelgrün, Vogtland, Bildbreite ca. 4 mm.

Sammlung und Foto: U. Haubenreißer.


 
Phosphuranylit xx
Ca [(UO2)4 / (OH)4 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
KCa(H2O)3(UO2)7(PO4)O4 · 8 H2O (IMA)
Halde Schacht 362, Mechelgrün, Vogtland, Bildbreite ca. 3 mm.

Sammlung und Foto: S. Haschke.

 


 
Phurcalit
Ca [(UO2)3 / (OH)4 / (PO4)2] · 4 H2O (Rößler, im Anhang (damals) neue Minerale)
Ca2(UO2)3O2(PO4)2 · 7 H2O (IMA)
Bergen (Typuslokalität)
 
 
Renardit
Pb [(UO2)4 / (OH)4 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Pb3(UO2)6H2(PO4)4O4 · 12 H2O (IMA)
Bergen
 
 
Saléeit
Mg [(UO2)2 / (PO4)2] · 10 H2O (Rößler)
Mg(UO2)2(PO4)2 · 10 H2O (IMA)
Großschloppen

Sammlung Ludwig  
 


  
Torbernit xx (Kupferuranglimmer)
Cu [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Cu(UO2)2(PO4)2 · 12 H2O (IMA)
xx in Zwickeln von Fluorit,
Breite der Stufe zirka 12 cm,
Ehrenzipfel, Stollnhalde

private Sammlung, FG  
 


 
Detailaufnahme obiger Stufe, Größe der Kristallaggregate zirka 2 mm.
 
Torbernit xx (Kupferuranglimmer)
Cu [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Cu(UO2)2(PO4)2 · 12 H2O (IMA)
Schacht 139, Haldenfund 2012 in Marienberg, OT Lauta, Zuordnung zum Fundort nicht gesichert.

Sammlung und Makro-Foto F. Ihle
 


 
Torbernit xx (Kupferuranglimmer)
Cu [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Cu(UO2)2(PO4)2 · 12 H2O (IMA)
Großschloppen

Sammlung Ludwig
 


 
Torbernit xx (Kupferuranglimmer)
Cu [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Cu(UO2)2(PO4)2 · 12 H2O (IMA),
Frankreich

Mineralogische Sammlung der
TU Bergakademie Freiberg im
A.-G.-Werner-Bau 

 


  
Torbernit xx (Kupferuranglimmer)
Cu [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Cu(UO2)2(PO4)2 · 12 H2O (IMA),
Vogtland

Lagerstättenkundliche Sammlung der
TU Bergakademie Freiberg im
A.-G.-Werner-Bau 

 


  
Torbernit xx (Kupferuranglimmer)
Cu [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Cu(UO2)2(PO4)2 · 12 H2O (IMA),
Stbr. Streuberg bei Bergen, Vogtland (Fund 1972), Bildbreite ca. 2 cm.

Sammlung und Foto: U. Haubenreißer.


 

Torbernit xx (Kupferuranglimmer)
Cu [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Cu(UO2)2(PO4)2 · 12 H2O (IMA),
Stbr. Streuberg bei Bergen, Vogtland (Fund 2015), Bildbreite ca. 4 mm.

Sammlung und Foto: S. Haschke.

 


 
Meta-Torbernit xx (Kupferuranglimmer)
Cu [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Cu(UO2)2(PO4)2 · 8 H2O (IMA),
Halde Waldschacht, Schneeberg; Bildbreite ca. 4 mm.

Sammlung und Foto: U. Haubenreißer.  


 

Meta-Torbernit xx (Kupferuranglimmer)
Cu [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Cu(UO2)2(PO4)2 · 8 H2O (IMA),

Südfeld der Grube Königstein bei Pirna, Stufengröße: 7,5 x 3,9 cm, Fund 1984.

Sammlung und Foto: F. Hrouda.  

 


 
Nahaufnahme derselben Stufe. Es handelt sich um Meta-Torbernit verwachsen mit etwas (Meta-) Bassetit, die Bassetit- Komponente ist sehr gering (>10%), 2013 untersucht von Michael Gäbelein ( Bergakademie Freiberg).

 


 
Trögerit
H2 [(UO2)2 / (AsO4)2] · 8 H2O (Rößler)
(UO2)3(AsO4)2 · 12 H2O (IMA)
Schneeberg, Fdgr. Weißer Hirsch (Typuslokalität)

Mineralogische Sammlung der
TU Bergakademie Freiberg im
A.-G.-Werner-Bau

 


  
Trögerit xx
H2 [(UO2)2 / (AsO4)2] · 8 H2O (Rößler)
(UO2)3(AsO4)2 · 12 H2O (IMA)
Schneeberg, Grube Weißer Hirsch, vermutl. aus dem "Jahrhundertfund" von 1871 im Walpurgis Flacher Gang; Größe 4 x 3 cm.

Sammlung und Foto: U. Haubenreißer.


 
Tyuyamunit
Ca [(UO2)2 / (VO4)2] · 5...8 H2O (Rößler)
Ca(UO2)2V2O8 · 5 H2O (IMA)
Johanngeorgenstadt
 
 
Uranociricit xx
Ba [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O (Rößler)
Ba(UO2)2(PO4)2 · 12 H2O (IMA)
Kristallaggregat, Breite zirka 1,5 cm,
Steinbruch Streuberg, Bergen (Typuslokalität)

private Sammlung, FG
 


 
Uranociricit xx
Ba [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O
Kristallaggregate auf Granit, Breite der Stufe zirka 12 cm,
Steinbruch Streuberg, Bergen

private Sammlung, FG
 

 


 
Detailaufnahme obiger Stufe, Kristallaggregate bis 1,5 cm Breite.
  
Uranociricit xx
Ba [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O
Kristallaggregate, Breite der Stufe zirka 5 cm,
Steinbruch Streuberg, Bergen

Sammlung Elle  

 


 
Uranociricit xx
Ba [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O
Kristallaggregate, Breite der Stufe zirka 4 cm,
Steinbruch Streuberg, Bergen

Sammlung Elle  

 


 
Uranociricit xx
Ba [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O
Kristallaggregate auf Morion, Breite der Stufe zirka 10 cm,
Steinbruch Streuberg, Bergen

Sammlung Elle  

 


 
Uranociricit xx
Ba [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O
Kristallaggregate, Breite der Stufe zirka 6 cm,
Steinbruch Streuberg, Bergen

Sammlung Elle
 

 


 
Uranociricit xx
Ba [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O
Kristallaggregate auf Quarz,
Steinbruch Streuberg, Bergen

Sammlung Ludwig  

 


 
Uranociricit xx
Ba [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O
Kristallaggregate auf Quarz,
Steinbruch Streuberg, Bergen, Stufengröße 9,2 x 6 cm.

Sammlung und Foto: F. Hrouda.  

 


 
Uranociricit xx
Ba [(UO2)2 / (PO4)2] · 8 H2O,
Bergen / Vogtland

Lagerstättenkundliche Sammlung der
TU Bergakademie Freiberg im
A.-G.-Werner-Bau 

 


  
...noch ein paar Stufen aus dieser Sammlung. Links Uranocircit aus Bergen, rechts Torbernit aus Katanga in Zaïre.
 
Uranospathit
Cu [(UO2)2 / ((As, P)O4)] · 12 H2O (Rößler, Formel noch ungesichert)
HAl(UO2)4(PO4)4 · 40 H2O (IMA)
Schneeberg
  
 
Uranospinit
Ca [(UO2)2 / (AsO4)2] · 10 H2O (Rößler)
Ca(UO2)2(AsO4) · 10 H2O (IMA)
Schneeberg, Fdgr. Weißer Hirsch (Typuslokalität
  
 
Walpurgin
[(BiO)4 / (UO2) / (AsO4)2] · 3 H2O (Rößler)
Bi4(UO2)(AsO4)2O4 · 2 H2O (IMA)
Schneeberg, Fdgr. Weißer Hirsch,
Persival Mgg., (Typuslokalität

Sammlung Ludwig
  


  
Walpurgin
[(BiO)4 / (UO2) / (AsO4)2] · 3 H2O (Rößler)
Bi4(UO2)(AsO4)2O4 · 2 H2O (IMA)
Schneeberg, Fdgr. Weißer Hirsch, Bildbreite ca. 3 mm.

Sammlung und Foto: U. Haubenreißer.


  
(Meta-) Vanmeerscheit
U(UO2)3(PO4)2(OH)6 · 4 H2O (IMA)
Johanngeorgenstadt  

Sammlung Ludwig
  


  
Vanuralit
Al(UO2)2(VO4)2(OH) · 11 H2O  (IMA)
Gabun, noch kein Nachweis in Sachsen

Mineralogische Sammlung der
TU Bergakademie Freiberg im
A.-G.-Werner-Bau 

  


  
Yingjiangit
(K, Ca)(UO2)7(PO4)4(OH)6 · 6 H2O (IMA)
Johanngeorgenstadt, Bergen  
  
 
Zeunerit xx
Cu [(UO2)2 / (AsO4)2] · 10 H2O (Rößler)
Cu(UO2)2(AsO4)2 · 10...16 H2O (IMA)
Kristallaggregate < 1mm auf Limonit und zersetztem Quarzitschiefer,
Schneeberg, Fdgr. Weißer Hirsch (Typuslokalität

private Sammlung, FG
  


 
Zeunerit xx
Cu [(UO2)2 / (AsO4)2] · 10 H2O (Rößler)
Cu(UO2)2(AsO4)2 · 10...16 H2O (IMA)
Kristallaggregatein Zwickeln und auf Klüften von derbem Quarz und Gangmaterial,
Schneeberg

Sammlung Ludwig
  


 
 

 

 

Silikate
 
Boltwoodit
K2H2 [(UO2) / (SiO4)]2 · 4 H2O (Rößler)
(K, Na)(UO2)(SiO3)(OH) · 15 H2O (IMA)
Bergen
  

 

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Coffinit
U[(SiO4)] · n H2O (Rößler)
U(SiO4)x(OH)4x  (IMA)
Sadisdorf, oft metamikt, zusammen mit Pechblende
  

 

Cuprosklodowskit
(H3O)2Cu(UO2)2(SiO4)2 (IMA) 
Schneeberg
  

 

Kasolit
Pb2 [(UO2)2 / (SiO4)2] · 2 H2O (Rößler)
Pb(UO2)(SiO4) · H2O (IMA)
xx in Zwickeln der Gangbrekkzie,
Tirpersdorf 

Sammlung Ludwig
  

 
  

Sklodowskit
MgH2[(UO2)2 / (SiO4)2] · 5 H2O (Rößler)
(H3O)2Mg(UO2)(SiO4) · 2 H2O (IMA) 
wurde beschrieben aus Schneeberg, diese Stufe stammt aus Kamoto-Ost, Shaba, Kongo; Größe 25 x 28 mm.

Sammlung und Foto: U. Haubenreißer.
  

 
 

Soddyit
(UO2)15 [(OH)20 / (Si6O17)] · 8 H2O (Rößler)
(UO2)2(SiO4) · 2 H2O (IMA) 
Schlema 
  

 

Uranophan xx (Uranotil) 
CaH2 [(UO2)2 / (SiO4)2] · 5 H2O (Rößler)
Ca[(UO2)(SiO3)(OH)]2 · 5 H2O (IMA) 
Kristallaggregat in Druse auf Quarz, Breite der Stufe zirka 10 cm,
Zobes.

private Sammlung, FG  
  

 
  

Detailaufnahme obiger Stufe,
Länge der Nadeln zirka 1 mm.

  
Uranophan xx (Uranotil) 
CaH2 [(UO2)2 / (SiO4)2] · 5 H2O (Rößler)
Ca[(UO2)(SiO3)(OH)]2 · 5 H2O (IMA) 
Kristallrasen in Druse auf Quarz,
Schachthalde Mechelgrün.

Sammlung Elle
  


  

Uranophan xx (Uranotil) 
CaH2 [(UO2)2 / (SiO4)2] · 5 H2O (Rößler)
Ca[(UO2)(SiO3)(OH)]2 · 5 H2O (IMA) 
Krusten und Anflüge auf derbem Quarz,
Großschloppen

Sammlung Ludwig
  


  

Uranophan xx (Uranotil) 
CaH2 [(UO2)2 / (SiO4)2] · 5 H2O (Rößler)
Ca[(UO2)(SiO3)(OH)]2 · 5 H2O (IMA) 
Schlema

Mineralogische Sammlung der
TU Bergakademie Freiberg im
A.-G.-Werner-Bau 

 


 
Uranophan xx (Uranotil) 
CaH2 [(UO2)2 / (SiO4)2] · 5 H2O (Rößler)
Ca[(UO2)(SiO3)(OH)]2 · 5 H2O (IMA) 
Vogtland

Lagerstättenkundliche Sammlung der
TU Bergakademie Freiberg im
A.-G.-Werner-Bau 

 


  
Uranophan xx (Uranotil) 
CaH2 [(UO2)2 / (SiO4)2] · 5 H2O (Rößler)
Ca[(UO2)(SiO3)(OH)]2 · 5 H2O (IMA) 
Mechelgrün, Vogtland, Bildbreite: 7 mm, Eigenfund 2016 (EDX und XRD analysiert).

Sammlung und Foto: S. Haschke.
 


  
Uranophan xx (Uranotil) 
CaH2 [(UO2)2 / (SiO4)2] · 5 H2O (Rößler)
Ca[(UO2)(SiO3)(OH)]2 · 5 H2O (IM
A) 
Halde 235, Antonsthal bei Schwarzenberg, Bildbreite: 1,8 mm.

Sammlung und Foto: S. Haschke.
 


 
Ursilit
(Mg, Ca)2 [(UO2)2 / (Si5O14)] · 9...10 H2O (Rößler)
(Mg, Ca)4(UO2)4(OH)5(Si2O5)5,5 · 13 H2O (IMA) 
Schneckenstein 
  

 

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