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Befahrung im Schacht Einigkeit
Erstellt November 2016, letzte Ergänzung Februar 2017.
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Dieser
Schacht in der Bergstadt Jachymov / Joachimsthal gehört mit zu den bedeutenden
Bergbaudenkmalen im Sächsisch-Böhmischen Erzgebirge und ist heute noch – wenn
auch nur für die Gewinnung von radonhaltigen Quellwasser – immer noch in
Betrieb. Das Quellwasser wird heute nur zu medizinischen Zwecken im Kurbetrieb
verwendet. Die Gewinnung von Uran für industrielle und geopolitische Zwecke ist
schon längst Vergangenheit, wirft aber einen sehr negativen Schatten auf die
gesamte Region. Doch hierzu später mehr.
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Der Name
„Einigkeit“ oder „Eintracht“ (Svornost – Jednota) ist auf die Schlichtung eines
Streits zwischen zwei Grubenunternehmen im Jahr 1530 zurückführbar. Im Jahr 1518
hat sich im späteren Grubenfeld von „Einigkeit“ die Bergbauunternehmung „St.
Anna das reich Geschüb am Kolberg“ eingelegt und hat wohl mit Erfolg Silbererze
abgebaut. Dieser Umstand führte im Jahr 1529 zum Aufkommen einer weiteren Grube
unter dem Namen „St. Anna Geschlecht am Kolberg“ im selben Grubenfeld. Dies
führte wohl zu Diskrepanzen zwischen den Gewerken und es musste eine
Streitschlichtung im Jahr 1530 erfolgen. Überliefert ist dieser Vorgang durch
den damaligen Stadtschreiber und Chronisten von Joachimsthal Johannes Mathesius.
Der Bergbau von Joachimsthal entwickelte sich prächtig und förderte natürlich auch die Entwicklung der Stadt. Schon im 17. Jahrhundert trug sich die Stadt mit dem Gedanken die Bergbauanteile der einzelnen Unternehmer oder auch Kleinstunternehmer Stück für Stück aufzukaufen in Bezug auf das Grubenfeld „Einigkeit“. 1801 war es dann soweit. Die Stadt Jachymov war alleiniger Eigentümer und musste eben auch für alle Kosten aufkommen. Zwischen 1801 und 1806 ist bei 417 m Teufe, im Bereich der damaligen 8. Sohle auf dem „Junghauerzecher Gang“, ein voll Wasser stehendes unverritztes Abbaufeld angefahren. Dies führte zu starken Wassereinbruch in der Grube und zur Einstellung der Gewinnungsarbeiten in den tiefen Grubenbauen. Nur mit hohem technischen Aufwand wie dem Einbau von Wassersäulenmaschinen für die Sümpfung und anschließender Wasserhaltung war ab 1806 ein weiterer Grubenbetrieb möglich. Ein weiterer ebenso schwerer Wassereinbruch erfolgte im Jahr 1810 und flutetet die Grube bis hinauf zur 5. Sohle. Die Investitionskosten für die Sümpfung und Wasserhaltung überstiegen bei weitem die Möglichkeiten der Stadt Joachimsthal. Eine merkliche Vergrößerung der Grube in die Tiefe wurde kaum realisiert und blieb 1848 bei 419 m unter Rasenbank stehen. Aufgrund der intensiven Kosten, die von der Stadt nicht mehr sinnvoll gedeckt werden konnten, ist das Grubenfeld von Schacht „Einigkeit“ 1850 an den Staat gekommen und somit war der Weg für eine weitere Grubenfelderschließung als „k.k. und gewerkschaftöstlichen Einigkeits-Silberzeche“ frei. Eine weitere Neuerung im Bergbaubetrieb Joachimsthals vollzog sich ebenfalls nach der Übernahme durch den Staat. Die Silber- und Kobalterze waren nicht mehr in erforderlichen Maß in der Lagerstätte vorhanden und erbrachten auch nicht mehr den erforderliche Gewinn. Aber die industrielle Entwicklung öffnete parallel neue Möglichkeiten für die Gewinnung anderer bisher eher „verteufelter“ Erze. Die Rede ist von der „Pechblende“. Ein Metallerz das schon von Johannes Kentmann 1565 als „Plumbago sterilis pici similis“ - pechartige sterile Blende, dem Aussehen des Minerals, beschrieben wurde und von den Bergleuten aufgrund des „fehlenden und verwertbaren“ Metallgehaltes als unbrauchbar angesehen und auf die Halde flog! Erst 1789 als Martin Heinrich Klaproth das Element Uran – Uranit aus der Pechblende isolierte begann eine weitere Entwicklung. 1790 erfolgte laut den Regeln der Analgie die Festlegung des Namens auf Uranium. Dieses Metall erhielt im Laufe seiner Erforschung noch weitere Namen die durch diverse damit arbeitende Wissenschaftler geschuldet ist. Der Umgang und die Forschung mit Uran führte aber zu neuen Erkenntnissen, auch bei der Glasherstellung. Die Herstellung farbigen Glases geht bis in die Römerzeit, ja sogar zu den alten Agyptern zurück. Das Glas Opak-gelb ein zu färben beherrschten schon die Glasmacher von el-Armana 1350 v. Chr. und verwendeten dafür Bleiantimonat. Aber auch in Asien sind solch farbige farbige Glasartikel nachweisbar. Die Geschichte des Uranglases wird aber in Böhmen geschrieben. Älteste Belege gehen auf den Hüttenmeister Franz Riedel zurück. Er wirkte in den Glashütten von Antoniwald und Christiansthal und stellte in den 1830er Jahren gezielt Opak-gelbes Glas auf Uranbasis her. Die Verbreitung dieser Technologie ging rasant voran. Schon in den 1840er Jahren wird „Annagrün“ und „Eleonorengrün“ in allen bedeutenden Glashütten Böhmens produziert. Dabei handelt es sich keinesfalls um billiges Gebrauchsglas! Die Technologie wird in den 1850er Jahren noch erweitert und verfeinert. Immer neue Möglichkeiten des Einfärbens spiegeln sich in den überlieferten Rezepten des Glases wieder. Mittels Uranverbindungen werden nun auch Alabaster- und Opalingläser gefärbt. Diese Entwicklung in der chemischen Industrie begünstigte natürlich den Herstellungspreis und machte eine großindustrielle Produktion – für damalige Verhältnisse – äußerst gewinnbringend. Und hier gab es nunmehr eine weitere Möglichkeit für einen gewinnbringenden Bergbau. Das Joachimsthaler Uran war ja schon durch Forschungsarbeiten verschiedener Wissenschaftler bekannt. Durch das Wirken von Adolf Patera und dessen Verfahren zur Aufbereitung von Uran legten eine entscheidende Grundlage. Deshalb begann auch 1853 der gezielte Abbau und die Aufbereitung von Uran für die Chemische-, Pozellan- und Glasindustrie. Die vielfältigen Rezepte für Farben in benannter Industrie benötigten große Mengen an Uran und weiteren seltenen Metallen die in dieser Lagerstätte mit vor kamen. Bis Anfang des 20. Jahrhundert war dieser Bergbau gewinnbringend und sehr wichtig für Joachimsthal. Während dieser Phase gab es wiederum auf diesem Grubengebäude schwerwiegende Wassereinbrüche die auf Stauwasser im unverritzten Gebirge zurück führbar sind. Zum 12. März 1864 wurde in 534 m Teufe ein Stauwasser erschroten wodurch innerhalb kürzester Zeit die gesamte Grube ersoff. Die Sümpfungsarbeiten dauerten bis 1869. Ein weiterer schwerer Wassereinbruch ereignete sich 1896 und flutete die Grube bis auf Niveau des Wasserlösungsstolln, dem „Daniel Erbstolln“. Doch auch hier sollte wieder aus dem „Unheil“ ein „Segen“ werden, der sogar heute noch anhält!
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Die
Entdeckung des Radiums am 21. Dezember 1898 in Frankreich von der polnischen
Physikerin Marie Curie und ihrem Ehemann, dem französischen Physiker Pierre
Curie in Uran aus Joachimsthal gaben der alten Bergstadt wieder eine neue
Perspektive. Dem Radium wurde fälschlicherweise eine „heilende“ Wirkung
zugeschrieben, was aber ein schwerer Trugsschluß war der sich dennoch gut 2
Jahrzehnte hielt! Eine heilende Wirkung hatte allenfalls das im Radium
vorkommende Radon. Unabhängig davon entstand Stück für Stück eine „Kurindustrie“
auf Basis von Radium. Erste Radiumbäder wie Bad Gastein lösten diesen Aufschwung
aus. Die Untersuchung der Grubenwasser von Joachimsthal im Bereich des „Daniel
Erbstolln“ bestätigten im Januar 1905 einen radioaktiven Gehalt. Das erste
Wannenbad entstand im Haus eines Bäckers und wurde mit handgeschöpften Wasser
aus dem Erbstolln bedient. Parallel zu den kleinen privaten Wannenbädern
entstand eine Kurklinik unterhalb von Joachimsthal und ist 1911 eröffnet worden.
Das Wasser für den Bäderbetrieb ist über eine Rohrleitung geleitet worden welche
1908 in Betrieb ging. Der Bergbaubetrieb der „k.k. und gewerkschaftöstlichen
Einigkeits-Silberzeche“ ist dagegen zum 1. Mai 1901 eingestellt worden. Das
Berggebäude bestand aus den Gruben „Edelleutstolln“, „Einigkeiterschacht“ und
“Wernerschacht“.
Nach dem ersten Weltkrieg hat der neu entstandene tschechische Staat das Kurbad übernommen und weiter ausgebaut. Hinzu kam 1922 auch die Wiederinbetriebnahme der Grube „Einigkeit“. Zu dieser Zeit entstanden ein neues Schachthaus mit Fördergerüst, ein Fördermaschinenhaus mit diversen Werkstätten und ein Wohngebäude für die Angestellten der Grube. Das ursprüngliche Grubenfeld wurde nunmehr unter dem Namen „Joachimsthaler Gewerkschaft“ vereinigt. Vorwiegend galt die Erhaltung des Kurbetriebes durch eine gesicherte Wasserversorgung zu gewährleisten. Diese Gewerkschaft betrieb in den 1920er Jahren bis zur Annektion des Sudetenlandes durch das deutsche Reich verschiedene Nickelerzgruben unter anderem bei Sohland (Nickelerzgrube Hohberg). Nach der Annektion wurde die Gewerkschaft umgewandelt und fortan als „St. Joachimsthaler Bergbau GmbH“ geführt und in die „Hermann Göring Werke“ eingegliedert. Die Leitung der „St. Joachimsthaler Bergbau GmbH“ hatte Kurt Patschke über und es wurde sukzessive Uranerz abgebaut und aufbereitet. Um 1938 soll dieser Betrieb 266 Beschäftigte, davon 162 uT und 105 t Uran gefördert haben. Später sind auch noch Nickel-Kobalt-Wismuterze (30 t 1939) das Ziel der Unternehmung gewesen. Der Grubenbetrieb ist bis zum Kriegsende aufrecht erhalten worden. Nach Ende des 2. Wk kam der Bergbaubetrieb unter russische Verwaltung. Nun wurde Uranerz für geopolitsche Zwecke abgebaut. Als Arbeiter der ersten Stunde wurden alle Sudetendeutschen Angestellten der „St. Joachimsthaler Bergbau GmbH“ die noch nicht geflüchtet oder vertrieben waren für den Bergbau zwangsverpflichtet, da kein anderes Fachpersonal für solch einen Grubenbetrieb beschaffbar war. Die Sudetendeutschen verloren dennoch ihr Wohnrecht in ihrer angestammten Heimat in den rings um Joachimsthal gelegenen Orten und wurden größtenteils nach Jachymov umgesiedelt. Viele blieben dennoch dem Schacht treu und arbeitetet bis zur Pensionierung weiter. Bekannt ist nicht nur als Einzelfall das auch teilweise die Kinder dieser Sudetendeutschen eine Arbeit in diesem Bergbaubetrieb anfingen und noch heute hier tätig sind. Dennoch erhielten Sie – sofern sie wollten – in den 1950er Jahren einen Ausweis des Tschechoslowakischen Staates mit dem Vermerk „Nationalität = deutsch“!! Der Ausweis musste bezahlt werden und kostete damals um die 500 Kc!!
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Link zur Originaldatei
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Doch der
Schacht „Einigkeit“ steht für die Zeit nach dem 2. WK für eines der dunkelsten
Kapitel der Bergbaugeschichte des Sächsisch-Böhmischen Erzgebirges. Heute ist
diese Epoche unter dem Namen „Die Hölle von Jachymov“ ein Begriff. Der
Grubenbetrieb wurde im Auftrag der Sowjetunion von einem neu gegründeten
Bergbauunternehmen – ähnlich der Wismut in der SBZ – unter dem Namen „Jáchymovské
doly, n. p.“ durchgeführt. Doch hier gibt es entscheidende Unterschiede.
Während die verbliebenen Sudetendeutschen Mitarbeiter aufgrund ihrer Fachkenntnisse einen sehr kleienen aber wichtigen Teil der Grubenbelegschaft bildeten, ist der Großteil durch Strafgefangene ersetzt worden. Waren es Anfangs deutsche Kriegsgefangene die den Hauptteil der Belegschaft bildeten, aber bis Anfang Dezember 1949 alle entlassen wurden. Es sollen um die 5000 Kriegsgefangenen gewesen sein. Ob die Sudetendeutsche da eingerechnet wurden ist nicht bekannt. Sind als Ersatz für die Deutschen dann die Tschechischen Gefängnisse beräumt worden und auch politisch unbequeme Bürger, besonders aus dem intellektuellem Umfeld von Hochschulen und Universitäten, aber auch einfache Bürger die nur ihren Unmut über die bestehenden Verhältnisse äußerten. Genaue Zahlen sind für diese Epoche nicht bekannt. Insgesamt sollen etwa 65 000 Menschen als Strafgefangene zur Zwangsarbeit in den Bergwerken von Jachymov und Umgebung bis zum Jahr 1955 interniert gewesen sein. Dabei sind gleichzeitig bis zu 50 000 Menschen in allen Gruben des Reviers täglich angefahren!! Bis zur Einstellung des Uranbergbaus 1964 sollen über 350 000 Strafgefangene zur Zwangsarbeit auf den Urangruben eingesetzt gewesen sein. Unbestätigten Berichten zufolge soll die Hälfte dieses Martyrium nicht überlebt haben. Nach einem mündlichen Kommentar eines älteren Herrn der die Führung mit uns machte und Nachfahre der Sudeutendeutschen ist, gab es nur zwei Möglichkeiten das Lager zu verlassen: „Als Krüppel mit gebrochener Seele oder mit den Füßen zuerst!“ Auch das ist Bergbaugeschichte die nicht vergessen werden sollte und von jedem der im Raum Joachimsthal Gruben aus dieser Epoche befährt immer bedacht werden.
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Štola – Stolln
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Žila – steht für Ader, Gang
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Zum 1.
April ist die Schachtanlage „Einigkeit“ mit allem Zubehör an die
„Tschechoslowakischen Staatsbäder Gesellschaft“ (Československé státní lázně a
zřídla ) übergeben worden. Doch die Vorbereitungen für den Bäderbetrieb
erfolgten schon viel früher während des Uranbergbaus. So ist zum 1. Juni 1961
ist auf der 12. Sohle von Schacht „Einigkeit“ eine Ringstrecke basierend auf den
vorhandenen Strecken des Uranbergbaus zur Erfassung aller bekannten und
nutzbaren Radon-Quellen vorgerichtet worden. Zwischen 1961 und 1964 wurde die
Uranförderung sukzessive zurückgefahren und hydrologisch-geologische Erkundungen
und Standsicherungsarbeiten untertage durchgeführt. Das Ziel war eine
Weiternutzung der Grube nach Einstellung des Uranabbaus für die Kureinrichtungen
als zukünftige staatliche Einnahmequelle, zumal Bad Schlema aufgrund des
Uranbergbaus der SDAG Wismut als solches nicht mehr existierte. Bei diesen
Arbeiten ist 1962 auch eine neue Quelle erbohrt worden. Die Schüttung dieser
Quelle beträgt gut 5000 L/min bei einer Aktivität von 7000 – 13500 Bq/l und
stellt somit die Hauptquelle für das Radonbad dar. 1963 erfolgte die
Wiederaufnahme des Kurbetriebes. Zwischen 1966 – 79 sind die
Hinterlassenschaften des Uranbergbaus beseitigt und verwahrt worden. Der 300m
südlich von Schacht „Einigkeit“ gelegene Schacht „Joseph“ ist als Wetterschacht
mit Notfahrung hergestellt.
Angaben zu den wichtigsten Kenndaten der erschlossenen Radonquellen. In der Literatur werden teilweise gering abweichende Werte angegeben. Wir haben die Werte von einem Grubenriß übernommen.
Eine neuere Prospektion der Lagerstätte aus dem Jahr 1977 erbrachte erstaunliche Daten für die doch räumlich begrenzte Lagerstätte:
Die
politische Wende bescherte auch dem Schacht „Einigkeit“ eine neue Blütezeit im
Kurbetrieb. Ab 1990 wurde die vormals staatliche Bädergesellschaft privatisiert.
Es entstand die „Heilbad Jachymov AG“ (Léčebné lázně Jáchymov) und
übernahm auch den Weiterbetrieb der Grubenanlage in eigener Regie. Eine
umfassende Rekonstruktion der gesamten Schachtanlage inklusive der
Wasserfassungsstrecke auf der 12. Sohle waren die Voraussetzung dafür. Wir haben
hier schon einmal
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Eine Befahrung 2015
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Das Team
von „UB“ hatte im November 2015 die Gelegenheit – wohl eher selten – an einer
Befahrung des Schachtes und der 12. Sohle teilzunehmen. An dieser Stelle müssen
wir unseren Bergbaukumpel Frank einfach mal Danke sagen, für die Ermöglichung
der Tour! Hierbei entstand nachfolgende Bildergalerie.
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In der Pumpenstation Hier wird das radonhaltige Wasser für das Kurbad und das anfallende Grubenwasser von der 12. Sohle in separaten Sammelbehältern aufgefangen und mittels Pumpen bis zu Tage gefördert. Das Grubenwasser wird über den „Abwasserstolln“ abgeschlagen und das Radonhaltige Wasser des Kurbades in einen Sammel- und Mischbehälter geleitet. Hier fließt es via Schwerkraft bis zu einem weiteren Sammelbehälter im Mundlochbereich des „Curie Stolln“.
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Auf der Kontrollstrecke Sämtliche Wasserfassungen für das Kurbad befinden sich auf der 12. Sohle und sind durch eine Kontrollstrecke erreichbar. Dieser Kontrollweg ist als Rundweg ausgelegt und ordentlich bewettert, was bei den hohen Radongehalten unabdingbar ist.
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![]() Der Kontrollweg für die Wasserfassungen verläuft größtenteils auf alten Strecken aus Zeiten des Uranbergbaus. |
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![]() Meßstelle. |
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![]() Weiter auf der Strecke … |
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![]() …bis zur Wetterschleuse. |
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![]() Der hier eingebrachte Ausbau ist für den tschechischen Bergbau typisch. Es handelt sich dabei um Rinnenprofilausbau. |
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![]() Der Verzug ist mittels Betonplatten ausgeführt … |
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![]() ... wie hier schön zu sehen. |
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![]() Arsensinter haben sich an den Betonplatten angelagert … |
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![]() ... und sind ein willkommenes Fotomotiv. |
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![]() Auch Versinterungen auf Eisenbasis finden sich des Öfteren. |
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![]() Die Kontrollstrecke fährt kaum weitere Örter an oder diese sind mittels Damm abgeworfen. Dafür sind geologische Störungen … |
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![]() ... und sekundäre Mineralisationen zu sehen. |
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An der 1. Radonquellwasserfassung Als erstes haben wir die Quelle Běhounek erreicht. Der Namen geht auf František Běhounek (*28.101898 † 01.01.1973) zurück, einem Physiker und Schriftsteller. Er war Student bei Marie Curie und schuf die Voraussetzungen für den Kurbetrieb in Joachimsthal durch die Planung der ersten Wasserleitung für das radonhaltige Quellwasser.
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![]() Mit einer Schüttung von 290 l/min mit einer Temperatur von 36°C ist es die wärmste und mengenmäßig stärkste Quelle. An dem roten Blechfass wird den Besuchern eine Wasserprobe abgelassen. |
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![]() Der durchschnittliche Radongehalt wird mit 10 kBq/l angegeben. |
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![]() Wasserprobe für uns Besucher … |
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![]() ... das „Dampfen“ des Wassers entsteht durch das Entweichen der Radonblasen aus dem Wasser. |
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![]() Ansicht der Quellfassung … |
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![]() ... einem Springbrunnen … |
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![]() Wieder auf der Kontrollstrecke. |
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![]() Überall sind Ausblühungen zu sehen … |
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![]() Fortsetzung unserer Richtstrecke in das abgeworfene Grubenfeld auf Gang. |
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![]() Interessante sekundäre Mineralisation … |
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![]() Irgendwann haben wir ein Thermometer passiert. Auf der 12. Sohle war es recht warm – wie zu sehen. |
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![]() Streckenkreuz. |
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![]() Wieder eine Wetterschleuse mit Grubenlüfter … |
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![]() … diesmal am „Joseph Schacht“. |
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![]() Es ist der zweite noch in Betrieb befindliche Tageschacht der Grube und dient im wesentlichen als Fluchtweg für die Belegschaft. |
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![]() Eine weitere Strecke, die aber abgeworfen ist. |
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![]() Das erschrotene radonhaltige Wasser wird über Druckrohrleitungen zum Schacht geleitet. Die Kontrollstrecke ist hier im wesentlichen als Medientrasse vorgerichtet. |
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![]() Schaltkästen und weiterer elektrischer Zubehör wird hier mittels Glühlampen beheizt. Eine auch im sächsischen Erzbergbau bekannte Methode und noch heute auf der „Reichen Zeche“ in Freiberg gebräuchlich. |
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![]() Weiter zur nächsten Quellwasserfassung … |
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![]() Der Weg wurde von einigen geologischen Besonderheiten begleitet … |
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![]() … wie etwa diesem Zinnwaldit-führenden Gang. |
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![]() Die Strecke ist nunmehr nicht besonders interessant … |
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![]() Eine weitere abgeworfen Strecke aus Zeiten des Uranbergbaus … |
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![]() … weckt unser Interesse.
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An der 2. Radonquellwasserfassung … von C1 und HJ 14 (Agricola). Die letztere Quelle ist zwar die mit der geringsten Schüttung von nur 8 l/min, dafür aber mit dem höchsten Radonwerten von durchschnittlich 18 kBq/l.
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![]() Ansicht des Fassungsortes auf der 12. Sohle. |
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![]() Links C1 und rechts HJ14 (Agricola). |
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![]() Die Anzeige steht hier bei 23,4 kBq/l, was mit dem höchsten Wert entspricht. |
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![]() Die Messeinrichtung von C1. |
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![]() Ein letzter Blick vom Schachtbereich in die 12. Sohle.
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Im Fördermaschinenhaus Ein Wunsch war natürlich auch einen Blick in das Maschinenhaus zu werfen und ging in Erfüllung. Als die Sanierung des Objektes in 1990er Jahren lief, wurde auch die Maschine grundlegend erneuert.
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![]() Der Führerstand. |
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![]() Hilfshaspel für Schachtrevision. |
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![]() Die Trommelfördermaschine wurde entsprechend den Anforderungen zusammengestellt. |
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![]() Versuch eine Aufnahme quer durch das relativ enge Maschinenhaus zu erstellen. |
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![]() Scheibenbremsanlage der Seiltrommel. |
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![]() Die Seiltrommel … |
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![]() … mit den hydraulischen Bremsen links und rechts der Trommel. |
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![]() Die Maschine von der Seite. Die Bremsscheibe ist gut sichtbar. |
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![]() Gesamtansicht mit Motor und Seiltrommel. |
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![]() Bremsscheibe. |
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![]() Der Elektromotor stammt aus Deutschland - von der Wismut GmbH … |
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![]() … wie das Typenschild berichtet. |
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![]() Die Fördermaschine aus Sicht des Führerstandes. |
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![]() Seildurchführung zum Förderturm.
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Glück Auf!
L. M.
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Einige ausgewählte Quellen:
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