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Die Täler der Großen und der Kleinen Triebisch sind eher Wanderfreunden oder Fans alter Mühlentechnik ein Begriff, denn hier drehen sich noch eine ganze Reihe alter Mühlräder. Aber auch unmittelbar südlich der im Jahr 929 gegründeten Burg Meißen ging Bergbau um: Zum Beispiel in Scharfenberg (mindestens seit dem 13.Jahrhundert), in Munzig seit dem 16.Jahrhundert. Bereits seit dem beginnenden 15.Jahrhundert standen auch die Kalkstein- und Marmor-Vorkommen zwischen Miltitz und Schmiedewalde in Abbau. Und hier im Triebischtal setzte man 1844 auch den tiefsten Revierstollen des Freiberger Reviers - den Rothschönberger Stollen - an. Das tief in die
pleistozäne Hochfläche und in das Nossen- Wilsdruffer Zwischengebirge
eingeschnittene Triebischtal bietet eine Fülle von Aufschlüssen, welche
vom Ordovizium bis zu den spätvaristischen Pechsteinen bei Garsebach
reichen und faszinierte schon immer zahlreiche Geologen. Seit 2006
verbindet zwischen Rothschönberg und Miltitz ein "Geopfad" die
interessantesten geologischen Aufschlüsse und lädt zum Wandern und
Entdecken ein. |
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Das Triebischtal erreicht man am besten von Meißen aus oder über die zwischen Nossen und Meißen parallel verlaufende Bundesstraße B 101. In Rothschönberg am Schloß, an der Dammühle unter der Autobahnbrücke zwischen Tannenberg und Groitzsch oder am Kalkbergwerk in Miltitz gibt es Parkplätze, von denen ausgehend man sich das Gebiet erwandern kann. Es sei noch darauf hingewiesen, daß im unteren Triebischtal auch die "Garsebacher Pechstein-Klippen" als Naturdenkmal und Geotop einen Besuch wert sind. Aktiven Bergbau auf Steine- Erden- Rohstoffe gibt es in der Region auch noch: Zwischen Sönitz und Polenz gibt es mehrere Kiesgruben, in denen pleistozäne Sedimente für die Bauindustrie abgebaut werden. Bei Dobritz kurz vor Meißen wurde noch bis vor kurzem Porphyrtuff gebrochen und im Tännichtgrund bei Rothschönberg Phyllit abgebaut. Und vor den Toren der Porzellanstadt Meißen liegt - wie passend - zwischen Löthain und Jahna die Kaolingrube Mehren. |