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Ein Beitrag von www.unbekannter-bergbau.de

Erstellt Mai 2016.

  

 
 

Das Bergbaugebiet Zlatý Kopec - Goldenhöhe

 

Einleitung

Zlatý Kopec, früher Goldenhöhe, liegt in einem malerischen Tal des Sächsisch-Böhmischen Erzgebirges unweit der sächsischen Grenze auf etwa 750 m NN. Die Entstehung des Ortes und natürlich die Besiedlung der Region sind unmittelbar mit dem Bergbau verbunden. Schon im 16. Jahrhundert entstanden im Bereich des Erzgebirgskammes und dessen Seitentäler erste Bergbausiedlungen. Eine davon war Goldenhöhe am Goldbach. Heute ist von dieser Siedlung nicht allzu viel erhalten und Manches befindet sich zudem nicht mehr am ursprünglichen Siedlungsort.

Die ursprüngliche Siedlung befand sich vermutlich in der Nähe der Quelle des Goldbaches. Hier ist heute nichts mehr von einer Siedlung zu sehen. Nur ein alter Flurname lässt noch auf die Lage der Siedlung schließen. Dieser Fleck heißt heute übersetzt „alte Berge“. Wobei noch als weiterer Name „Kaff“ nachweisbar ist. Abgeleitet ist diese Bezeichnung vom Kaffberg oder Kaffenberg (Daremný)und bezeichnet den in der Nähe liegenden Berg zwischen den Flußtälern des Pöhlwassers auf sächsischer Seite und des Goldbachs – Zlatý Potok – auf böhmischer Seite.

 


 Lage des Bergbaugebietes in Nähe der Sächsischen Grenze auf dem Kaffenberg. Die die Region ist nur über eine kleine Verbindungsstraße von Bozi Dar aus zu erreichen. Man sollte die örtlichen Wegweiser beachten.

      


Hier die genauere topografische Lage des Bergbaugebietes in unmittelbarer Nähe zur in dieser Skizze nicht eingetragenen, deutsch-tschechischen Grenze.

  

Das Gebiet um Goldenhöhe war schon seit dem 16. Jahrhundert ein nicht unbekanntes Bergbaugebiet für die Gewinnung von Silber, Kupfer und auch Eisenerz. Dabei erscheint der Name „Kaff“ schon in der ersten böhmischen Bergwerksordnung König Ferdinands I. auf das Jahr 1548. Der Name Goldenhöhe und Goldbach für das Wasser im Tal sind wohl auch auf einige Goldfunde dieser Zeit zurückführbar.

Im 19. Jahrhundert erweckten besonders die Eisen- und Zinkerzmineralien das Interesse der Montanwirtschaft. Auch erste Funde von Uran sollen in diese Zeit fallen. Dieser Umstand machte vor und nach dem 2. Weltkrieg das Bergrevier zum Ziel einer neuen, aber nur kurzen Bergbauperiode.

Verwaltungstechnisch gehörte Goldenhöhe vor dem 2. Weltkrieg zum Dorf Seifen (Rýzovna) und war größtenteils deutsch besiedelt. Hier lebten etwa 350 Menschen in 41 Häusern. Mitte der 30er Jahre gab es 4 Gastwirtschaften, darunter auch eine Pension mit 6 Betten mit dem Namen „Stieler“, sowie 2 Gemischtwarenläden, 3 Holzgeschäfte und das Bergwerk „Gustav“. Desweiteren gehörte auch der Ort Böhmische Mühle (Český Mlýn) direkt an der sächsischen Grenze zu Seifen. Bis Ende des 2. Weltkriegs befand sich im Ort das Gasthaus „Zur Patscherei“. Die im Ergebnis des 2.Welkrieges erlassenen Beneš- Dekrete führten zur Vertreibung der deutschen Einwohner und dem Abriß der Dörfer bis Anfang der 1960er Jahre. Heute entstehen wieder Wochenendhäuser auf den ehemaligen Siedlungsplätzen und leiten eine neue Epoche im Zusammenleben beider Nationen ein.

  


Repro einer historischen Postkarte aus leider längst vergangenen Zeiten.

    


Ruine der Wäsche am Goldbach. Foto: Paul Schulz, 1928.
Bildquelle: Deutsche Fotothek, Link zur Originaldatei:

http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70005646

   


Teilansicht des Ortes Goldenhöhe ( Zlatý Kopec) mit dem Glockenturm von 1905. Foto: Paul Schulz, 1928, Bildquelle: Deutsche Fotothek.

http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/72016107 

  


Historische Aufnahme des Mundlochs des Johannes Stollns aus dem Jahr 1925.

Bildquelle: Sammlung Michal Urban.

 

 

 

Zum Bergbaugebiet

  

Die Anhöhe Kaff, besser auch als Kaffenberg bekannt, gehört aus mineralogischer Sicht mit zu den bedeutenden Bergbaugebieten Böhmens. Hier sind Paragenesen der Magnesium-Borate Ludwigit Mg2FeIII[BO5], Szaibélyit Mg[BO2/OH] und des Zinn-Borats Hulsit (FeII,Mg)2(FeIII,Sn)[BO5], sowie die Zinnhydroxide Schoenfliesit MgSnIV[OH]6, Wickmanit MnSnIV[OH]6 und Natanit FeIISnIV[OH]6 entdeckt worden. Diese Minerale finden sich weltweit nur an einigen wenigen Fundstellen. Der Bergingenieur Moučka fasste 1922 seine Eindrücke nach seinem Besuch in folgende Worte: „Ich habe in meinem Leben schon hunderte Gruben gesehen, aber noch nie so imponierende Anbrüche wie hier.“

Auf einer Fläche von etwa 1.500 m in der Länge und gut 400 m bis 450 m Breite finden sich unzählige Reste des Bergbaus unserer Vorfahren. Das Erz ist hier auch im Tagebau gewinnbar gewesen, zumindest im Bereich des Ausstreichens der Gänge und Lager an der Tagesoberfläche. Hauptsächlich aber ist die Lagerstätte mittels Untertagebau erschlossen, wie die vielen Pingen und Halden belegen.

Das Bergbaugelände wurde glücklicherweise später nicht durch anderweitige Nutzung überlagert. Lediglich die Forstwirtschaft nutzte die Bergbauflächen für die Waldwirtschaft. Aus diesem Umstand heraus ist die Montanlandschaft in einem sehr originalen Zustand erhalten.

  


Auszug aus der geologischen Spezialkarte des Königreichs Sachsen, Blatt „Wiesenthal-Weipert, Nr. 147 “ von 1917 mit der Region Kaffenberg (rotes Rechteck).

 


Der Kaffenberg im Detail der obigen Karte.

 

In den „Erläuterungen zur geologischen Spezialkarte des Königreichs Sachsen, Blatt Wiesenthal-Weipert, Nr. 147 “ von 1917 wird die Region folgendermaßen beschrieben:

„ c) Strahlsteinlager mit Blende und Magneteisenerz (sbe).

Die charakteristischen Erze dieser im Phyllitgebiete auftretenden Lager sind Zinkblende und Magneteisenerz, während Zinnstein nur ganz lokal und unbeständig hinzutritt. Eine montanistische Bedeutung haben besonders die Lagerstätten am Südhange des Kaffenberges bei Goldenhöhe erlangt, wo die zahlreichen Pingen und Schächte, die ausgedehnten Haldenzüge und die verfallenen Pochwerke im Talgrunde Zeugnis von dem einst lebhaft betriebenen Bergbaue ablegen. Auf den vier größeren, petrografisch vollkommen übereinstimmenden Lagern bauten folgende Zechen: Kohlreiter, Segen Gottes, Johannes und die Zeche am Hermannschachte. Magneteisen und Blende (oft als Kohlenblende) bilden bis zu 0,3 m mächtige Putzen und Nester, nicht selten mit Kupfer- und Eisenkies verwachsen, welche letztere sich lokal als selbstständig anreichern. Mit diesen Erzen in Lagen abwechselnd oder als inniges Gemenge mit ihnen findet sich dunkel- bis hellgrüne Hornblende, bisweilen Strahlstein*) in feinfaserig – strahligen Massen, sowie Chlorit, dicht, feinschuppig bis grobblätterig, ferner hell- bis dunkelgrüne serpentinartige Mineralien, z. T. Mit Erhaltung des Gefüges und unter Ausscheidung von Magneteisenerz aus Strahlstein hervorgegangen. Zinnstein soll sich hauptsächlich auf Klüften und sekundären Trum- und Gangbildungen im Bereiche des Erzlagers vorgefunden haben. Mit dem umgebenden Schiefer sind die Erzlager durch Wechsellagerung verbunden, und oft von tief schwarzen kohlenstoffreichen und feldspatführenden Phyllitlagen durchzogen.“

*)  Diese inzwischen etwas veraltete Bezeichnung meint das Kettensilikat Aktinolith Ca2(Mg,Fe)5[OH/Si4O11]2.

  

 

 

Zum Johannes Stolln  

  

Wenigstens ab dem 16. Jahrhundert war der Kaffenberg nachweislich Ziel der Bergleute. Die auf dem Kaffenberg vorhandenen Skarnlager wie auch die hydrothermalen Gänge strichen zu Tage aus und waren daher auch ein leichtes Ziel für den hochmittelalterlichen Bergbau.

Dabei war die Grube Johannis die bedeutende Grube des hiesigen Reviers. Hauptziel des Grubenbetriebes war die Gewinnung der hier reichlich vorkommenden Zinn- und Eisenerze Kassiterit und Magnetit. Die Erzvorkommen waren zur damaligen Zeit schon recht bekannt und wurden während des Entstehens des Gottesgaber Reviers und auch bei den Joachimsthaler Bergbauautoren Johannes Mathesius und Petrus Albinus erwähnt. 1665 wird diese Grube als Zwitterbergwerk „Alte Johannis Fundgrube“ erwähnt. Der Grubenbetrieb verlief mit zeitlichen Unterbrechungen bis weit in das 19. Jahrhundert hinein.

Mitte des 19. Jahrhunderts ist eine Propektion auf Sphalerit (Zinkblende) bekannt. Die Industrialisierung und in deren Folge der wachsende Bedarf an Erzen, die früher nur geringe Bedeutung hatten, bewirkte in den 1920er Jahren eine umfassende Prospektion auf weitere Metallerze, sowie in den 1950er Jahren nochmals auf Uranvorkommen, die es ja im Bereich des Kaffenberges gab und auch Erkundungsziel der SAG Wismut waren.

Die Grube Johannes bildet ein Konglomerat aus verschiedenen einzelnen kleinen Gruben, die im Laufe der Zeit ihr Glück versuchten und durch den Johannes Stolln mehr oder weniger erschlossen sind. Der Johannes Stolln ist in NWN Richtung aufgefahren und erreicht nach etwa 60 m zwei solche kleinen Gruben, die durch vorhandene Tagesschächte markiert werden. Es handelt sich dabei um den „Wüstenschacht“ und den „Schürfschacht“. Diese Schächte liegen auch auf der Grenze des Skarnlagers. Ein weiterer Querschlag führt etwa 80 m vom Mundloch in zahlreiche alte Abbaue.

Nach 134 m vom Mundloch tangiert der Johannes Stolln dann in westlicher Richtung einen hydrothermalen Gang, der aber keine Silbererze führte. Bei einer Entfernung von 160 m wird eine Abbaukammer im Skarnlager erreicht. Deren Ausmaße sind schon gewaltig. In einer Dimension von 60 m x 20 m und bei einer Höhe von nahezu 12 m ist dieser Abbau ziemlich einmalig im Erzgebirge, zumindest für den historischen Metallerzbergbau. Mitten in diesem Abbau kommt auch ein Tagesschacht ein und bringt hier 28 m Teufe bis auf die Abbausohle ein. Dieser Schacht, der Wetter- oder Ziehschacht, wurden von den tschechischen Bergbaufreunden wieder gewältigt und dient heute der Fahrung und als Fluchtweg für das Besucherbergwerk.

Genauere Daten zum Bergbau dieser Region müssen mühevoll in den Staatsarchiven, besonders in Tschechien, noch erschlossen werden. Deshalb gibt es momentan auch keine genauen Angaben zu den Fördermengen der dortigen Gruben. Für das 16. Jahrhundert werden wohl kaum genaue Daten greifbar und wenn dann nur bruchstückhaft sein. Für das 17. und 18. Jahrhundert schätzt man das Ausbringen für den Johannes Stolln auf nur wenige Tonnen Zinn. Dies hat seinen Grund in der Vergesellschaftung des Zinns mit chemisch komplizierteren Mineralen, was trotz guter Zinnkonzentrationen im Erz große technologische Probleme bei der Aufbereitung bereitete. Demzufolge sind wohl nur Kassiterit- reiche Zinnerze für die Gewinnung in Frage gekommen.

   

Im Rahmen einer freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem tschechischen Bergbauverein „Verein für Freunde des heiligen Mauritius“ und dem Projekt „unbekannter-bergbau“ stellte in äußerst dankenswerter Weiße Herr Michal Urban den nachfolgenden Text aus der HP http://www.stolajohannes.cz/de/  für diesen Beitrag in beiden Sprachen zur Verfügung.

   

 

 

Geologie und Mineralogie   

  

Die Lagerstätte Zlatý Kopec (Goldenhöhe) präsentiert sich mit Skarn-Erzhorizonten, die in Phyllitgesteinen mit Quarzit-, Amphibolit- und Skarneinlagen eingebettet sind. Ursprüngliches Substrat der geringförmig metamorphierten Gesteine (Phyllite) waren Lehmsandsedimente, die mit Lagen von Vulkan- und Tuffgesteinen abwechseln. Ursprüngliches Substrat der Skarne waren kalkhaltige Lagen. Diese Gesteine wurden im Verlauf der variskischen (hercynischen) Orogenese in Gesteine der Phyllitserie umgewandelt. Die Phyllite im Bereich von Zlatý Kopec bilden einen Bestandteil der Tellerhäuser Schichten, des stratigrafischen Abschnitts der sogenannten Frauenbacher Serie ordovizischen Alters, welches das westliche Gebiet des Erzgebirges und des Fichtelgebirges über dem Eibenstock-Neudecker Granitmassiv aufbaut.

Zur Intrusion des Granitmassivs kam es gegen Ende der variskischen Orogenese. Das Granitmassiv war das Muttergestein der erzbringenden hydrothermalen Lösungen.

Die eigentliche Lagerstätte präsentiert sich mit mehreren Erzhorizonten mit Skarnlinsen. Nur zwei von ihnen – die Hauptskarnlage und die Lage Hugo, die ca. 83 m in der Sohle unter der Hauptlage liegt – treten zu Tage aus. Der Haupthorizont hat eine Länge von 800 m und eine Breite von 300 m, die durchschnittliche Mächtigkeit ist variabel, im Durchschnitt beträgt sie zwischen 1,5 m und 9,5 m. Sie bildet einen leicht gewellten plattenförmigen Körper mit einem generellen Einfallen von 5° bis 20° in nordöstlicher Richtung. Das Aufschlußgebiet dieser Hauptlage an den Stellen, wo Skarn-Erzkörper vorkommen, war Gegenstand des historischen Abbaus (Johannes-Stollen, Kohlreuter-Stollen u. a.).

Die Skarne haben überwiegend den Charakter von diopsidischen oder diopsidaktinolithischer Skarnen (Kalksilikafelse). Die Haupterzminerale sind Magnetit, Kassiterit, Sphalerit, Chalkopyrit, Arsenopyrit, Pyrit und Pyrrhotin. Die Lagerstätte wird von mehreren tektonischen Strukturen mit Granit-, Quarz- und Fluoritfüllung durchzogen.

Die Lagerstätte Zlatý Kopec ist bekannt für ihre bunte Mineralassoziation. Neben den Haupt‐ Erzmineralen, welche Magnetit (Fe3O4), Chalkopyrit (CuFeS2), Sphalerit (ZnS), Kasiterit (SnO2), Arsenopyrit (FeAsS), Pyrit (FeS2) und Pyrrhotin (FeS) sind, die in den massiven körnigen Aggregaten oder als Impregnierung vorkommen, findet man in der Lagerstätte auch Löllingit (FeAs2), Helvin (Mn4Be3S[(SiO4)3]), Malayait CaSn[O/SiO4)] und Greenockit (CdS). Sehr selten ist die in der Lagerstätte entdeckte Paragenese der Magnesium‐Borate des Ludwigits und Szaibeleyits und des Zinn-Borats des Hulsits, begleitet von einer Gruppe von den Zinnhydroxiden Schoenfliesit, Wickmanit und Natanit. Diese Minerale wurden weltweit ansonsten nur an einigen wenigen Lokalitäten beschrieben. Zlatý Kopec gehört somit dank des Vorkommens dieser Minerale zu den mineralogischen Lokalitäten von internationaler Bedeutung.

  

  

Mineral

Zinngehalt in %

Magnetit

0 – 0,02

Amphibol - Aktinolit

0 – 0,05

Amphibol - Hastingsit

0 – 0,75

Pyroxen

0 – 0,15

Granat

0 – 2,15

Vesuvian

0 – 0,05

Epidot

0 – 0,23

Titanit

0 – 7,85

Malayait

25,6 - 30

Hulsit

5,6 – 10,3

Ludwigit

0,09 – 1,15

Natanit

41

Wickmanit

43

Scheonfließit

45

Kasiterit

78

    

Geschichte des Bergbaus   

  

Die Lagerstätte befindet sich an der Flanke eines Bergkamms namens Kaff (heute Daremný). Ab dem 16. Jahrhundert wußte man von ihr, und seitdem wurde hier auch Abbau betrieben. Seine Blütezeit erlebte der hiesige Bergbau im 18. und teilweise im 19. Jahrhundert. Neue Untersuchungen wurden in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts und in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in Angriff genommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte das Nationale Geologische Forschungsunternehmen in den Jahren 1959 bis 1962 und 1963 bis 1967 Probebohrungen durch.

Abgebaut wurden Kupfer‐ und Zinnerze. Über das genaue Ausmaß des Abbaus im 16. und 17. Jahrhundert in der Umgebung von Kaff liegen uns keine näheren Angaben vor. Die Eisenerze, die in der Skarn‐Lagerstätte in großen Mengen vorkommen, wurden nicht abgebaut, da die Beimischungen von Zink und Kupfer deren Eigenschaften erheblich verschlechterten und die Feuerbearbeitung des hergestellten Eisens erschwerten.

Im 16. Jahrhundert war die gesamte Ausdehnung der Lagerstätte bereits bekannt. Gefördert wurden Erze aus vererzten Gangstörungen – z.B. im Stollen Johannes Silbergang. Der Abbau kam im Laufe des Dreißigjährigen Krieges vollständig zum Erliegen. Erst 1716 entdeckte der Grubenbesitzer Horn Anbrüche reicher Kupfererze und Gänge mit einem Gehalt von rund 260 g/t Silber. Die Erze wurden im Jáchymover Hüttenwerk mit Erfolg ausgeschmolzen. Gegenstand des Interesses waren zu jener Zeit vor allem die Kuper‐ und Silbererze, obwohl auch die Produktion von Zinnerzen belegt ist. In der Grube Johannes wurden jährlich rund 500 kg Kupfer geschmolzen, nach und nach aber verlagerte sich das Interesse hin zur Förderung von Zinnerzen. Mitte des 18. Jahrhunderts wurden jährlich rund 400 kg Kupfer und 1.700 kg Zinn produziert. Im Jahre 1811 war die Grube Johannes die größte Gruppe des Reviers und hatte nun den Höhepunkt ihrer Entwicklung erreicht, denn dank des Durchstichs des Johannes‐Stollens war es gelungen, der Probleme im Zusammenhang mit dem Grubenwasser wenigstens teilweise Herr zu werden. Der Johannes‐Stollen wurde vorgetrieben, um weitere Grubenbaue zu entwässern. In jener Zeit arbeiteten rund 20 Knappen in der Grube. Der Abbau aber war an seine Grenzen gestoßen, und dies in Form eines hohen Zuflusses des Grubenwassers unter dem Stollenniveau. Hinzu kam, daß auch die technologische

Bearbeitung des Erzes Probleme bereitete. In den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts kommt der Abbau praktisch zum Stillstand, für den weiteren Betrieb der Gruben werden nur noch minimale Kosten aufgewendet.

  
Johann Thaddäus Peithner von Lichtenfels  

  

Johann Thaddäus Peithner von Lichtenfels, ein böhmischer Experte für Bergbau und Metallurgie, war eine bedeutende Persönlichkeit, die mit dem böhmischen Bergbauwesen und den Montanwissenschaften eng verbunden ist. Geboren wurde er in Gottegsab (Boží Dar), sein Großvater, der Gerichtsschulze in Gottesgab war, besaß Grubenanteile an Kaff. Er war Professor an der Bergschule in Banská Štiavnica (Schemnitz) und wirkte am Königlichen Münzamt Böhmens, im Jahre 1762 beantragte er die Einrichtung eines Lehrstuhls für Lagerstättengeologie, Mineralogie, Bergbauwesen und Hüttenwesen an der Prager Universität (die dann 1763 von Kaiserin Maria Theresia gegründet wurde). Es war dies die erste Universitätsstelle dieses Typs weltweit. Sein Hauptwerk: „Versuch über die natürliche und politische Geschichte der böhmischen und mährischen Bergwerke“.

  
Vortrieb der Grubenbaue und Abbau  

  

Der Erzabbau in den böhmischen Ländern setzte an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert ein. Für den Streckenvortrieb benutzte man überwiegend Eisen und Schlägel, dort wo die Bedingungen es erforderten, auch mithilfe des Feuersetzens, wodurch sich das Gestein leichter löste. Diese Verfahren waren unter Verwendung der herkömmlichen Bergbaugerätschaften und Werkzeuge arbeitsaufwendig und der Vortrieb ging nur langsam vonstatten. Mit Eisen und Schlägel wurden in einer 6-Stunden-Schicht auf einer Strecke mit einem Profil von rund 2 m x 1 m etwa 2,5 cm herausgebrochen. Die Strecken wurden daher zumeist nur im minimalen Profil vorgetrieben.

Mithilfe von Eisen und Schlägel wurde der Abbau noch bis Mitte des 18. Jahrhunderts betrieben. Die erste Verwendung von Schwarzpulver für Sprengarbeiten ist aus dem Jahre 1627 aus Banská Štiavnica überliefert. Von dort aus breitete sich dieses Verfahren dann auch in andere Länder aus.

Strecken, die mithilfe von Eisen und Schlägel vorgetrieben wurden, erkennt man an den charakteristischen Meißelspuren an den Stollenwänden – wir finden sie beispielsweise fast auf der ganzen Länge des Johannes-Stollens und in einigen Abschnitten der Kammern. Die exklusive Stellung von Eisen und Schlägel als dem grundlegenden Arbeitswerkzeug im Bergbau illustriert auch deren Verwendung in der Bergbausymbolik, wo Eisen und Schlägel – über Kreuz angeordnet – seit dem 12. Jahrhundert als Bergmannswappen verwendet werden.

  
Fördertechnik  

  

Die Ausrichtung einer Lagerstätte wurde mittels einer Kombination aus saigeren (senkrechten) oder geneigten Schächten und Stollen bewerkstelligt. Die Art und Weise ihrer Platzierung war durch den Verlauf und die Morphologie der Lagerstätte und durch die Größe der Grubenmaße gegeben. Die Grundausrichtung einer Lagerstätte wurde im Falle der Grube Johannes durch Schächte bewerkstelligt, die in den einzelnen Grubenmaßen angelegt wurden, erst später wurden sie durch den Johannes-Stollen – vor allem zur Entwässerung – verbunden. Beispiele für die Ausrichtung einer Lagerstätte im 16. Jahrhundert sind auf Abbildungen von Agricola zu sehen.

Das grundlegende Verfahren für den Abbau flachgelagerter linsenförmiger oder gangartiger Lagerstätten, die häufig ein großes Flächenausmaß und eine erhebliche Mächtigkeit sowie eine unregelmäßig verteilte Lage der Vererzung aufwiesen, war ab dem 16. Jahrhundert die sogenannte Sohlenförderung durch Erweiterung*). Die Erweiterung erfolgte durch Ausbrennen und Ausschlagen von Kammern, die in der Regel eine erhebliche Ausdehnung erreichten, wie wir dies auch in der Hauptkammer der Grube Johannes beobachten können.

Beim Abbau wurde die Methode des „Feuersetzens“ angewendet. Das kalte Gestein wurde dazu mithilfe von mit Holzstapeln gespeistem Feuer so stark wie nur möglich erhitzt. Die Temperaturveränderungen hatten Spannungen im Kornverband des Gesteins und ein Aufplatzen der Oberflächenschicht zur Folge. Nachdem dann im Gestein Risse entstanden waren, konnten Roherzstücke mithilfe von Spitzhacke oder Eisen und Schlägel leichter herausgebrochen werden.

*) Im sächsisch-deutschen Sprachraum spricht man von Weitungsbau, der im Gegensatz zum (regelmäßigen) Kammerpfeilerbau den Vererzungen innerhalb des Lagers folgte und daher oft völlig irreguläre Hohlraumformen hervorbrachte.

  
Der Transport von Erz und tauben Gestein innerhalb der Grube und an die Oberflächenschicht

 

Die Erze wurden in Kübeln, geflochtenen Körben oder Laufkarren aus den einzelnen Strecken heraustransportiert. Danach wurden sie in Kübeln ans Tageslicht gehievt, wo sie dann weiter getrennt und verarbeitet wurden. Nach Zugänglichmachung der Lagerstätte durch einen Stollen wurden zum Erztransport Holzwagen, die Hunte, verwendet, die auf Bohlen bewegt wurden.

Die Erze wurden mithilfe von Handhaspeln nach Übertage gefördert. An der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert entwickelten sich die handbetriebenen Haspeln zu Göpeln weiter, die zunächst von Menschen- oder Pferdekraft und später dort, wo dies möglich war, von Wasserrädern angetrieben wurden. Für die Bedienung einer Handhaspel waren 2 bis 4 Männer erforderlich, zum Antrieb eines Pferdegöpels je nach Größe 2 bis 4 Pferde. Die Haspelförderung reichte bis in eine Tiefe von maximal 60 m, mit einem Pferdegöpel konnte Material bis zu einer Tiefe von 200 m gefördert werden. Die von Wasserrädern angetriebenen Göpel ermöglichten sogar einen Abbau bis in eine Tiefe von 600 m. Haspeln wurden bis zum Ende des 16. Jahrhunderts verwendet. Mit zunehmender Konzentrierung des Abbaus in größere Grubenbetriebe griff man immer seltener auf handbetriebene Technik zurück, für den Abbau kamen dann bis zur Benutzung der Dampfmaschine im 19. Jahrhundert Pferde- oder Wassergöpel zum Einsatz. Am Schacht der Grube Johannes wurde eine funktionstüchtige Replik eines Handgöpels ausgestellt, der im Rahmen des übertägigen Besichtigungsteils zu sehen ist.

 
Abbauverfahren  

  

Subhorizontal gelegene Lagerstätten mit großer Mächtigkeit wurden bis zur Einführung moderner Abbauverfahren anhand der sog. Erweiterungsmethode abgebaut. Von der Zugangsstrecke oder dem Schacht aus, gegebenenfalls vom Kamin aus, wurden die Vererzungsgrenzen mithilfe von Strecken verfolgt, die nach und nach bis an die Grenze der Vererzung und des tauben Gesteins erweitert wurden. Diese Methode bereitete in technischer Hinsicht keinerlei Probleme, doch war sie im Hinblick auf die Stabilität der geotechnischen Verhältnisse der Grubenbaue bedenklich. Bei einem spontanen ungesteuerten Abbauverfahren war diese Abbaumethode ziemlich destruktiv, häufig kam es zu lokalen Abbrüchen. Eine erfolgreiche Anwendung dieser Methode setzte eine Decke der Lagerstätte aus geomechanisch festem Gestein voraus. … Ungefähr ab Mitte des 18. Jahrhunderts begann man damit, zum Abbau mächtiger subhorizontal gelegener Lagerstätten auch „Örterbau“, kombiniert mit Firsten- oder Strossenbau*), zu benutzen. Durch diese Methode konnte eine bessere Stabilität des Hangenden erzielt werden. Gerade durch diese Abbaumethode entstanden die Kammern in der Grube Johannes.

Die mineralisierten steil geneigten Gangstrukturen wurden anhand der Strossenbau- oder Firstenbaumethode gefördert. Das abgebaute Erz wurde in Richtung der Ladestrecke in der Sohle des Erzabbaustoßes transportiert, wo es mithilfe von Rollschächten (also Fülltrichtern) in Hunte gefüllt und abtransportiert wurde.

*) Man ließ also Pfeiler zwischen den abgebauten Bereichen des Lagers stehen.

  

Grubenausbau  

  

Die Grubenbaue wurden bis zur industriellen Revolution durch einen Grubenausbau aus Holz abgesichert. Dies bewirkte einen hohen Holzverbrauch, so daß die Gruben häufig mit den Hüttenwerken um Holz konkurrierten.

Das grundlegende Bauelement eines Grubenausbaus aus Holz ist der Türstock, der wiederum aus einem Rahmen aus zwei Stempeln bzw. Stützen und einem Querbalken, der sogenannten Kappe, besteht. Der Bereich über dem Profil des Grubenausbaus wurde mit Holz angelegt und häufig mit taubem Gestein gefüllt. Stempel und Kappen wurden auf unterschiedliche Weise miteinander verbunden, je nachdem, ob ein seitlicher oder ein vertikaler Gebirgsdruck vorherrschte. An Stellen mit geringer Stabilität des Gebirgsbmassivs in Bereichen tektonischer Störungen oder in Abbrüchen oder an Stellen, die durch eine vorhergehende bergmännische Tätigkeit beeinträchtigt waren, wurden die Türstöcke im „Blockhausstil“, also im Grunde unmittelbar hintereinander gebaut, in etwa so, wie wir dies im mittleren Abschnitt des Johannes-Stollens sehen können, wo der Stollen durch ein Bruchfeld oberflächennaher Abbaue verläuft, durch die der Skarnkörper im austreichenden Teil abgebaut wurde.

Bei einer fortgeschritteneren Weiterentwicklung des Abbaus in den Kammern wurde das Holz nicht nur zum Grubenausbau verwendet, sondern auch zum Ausbau der Abbrüche, denn der Erzabbau wurde in mehreren hohen Niveaus entsprechend der entwickelten Vererzung durchgeführt. Der Grubenausbau mußte häufig repariert werden, denn nachdem ein abgebauter Abschnitt zurückgelassen wurde, setzte dort Fäulnis ein, so daß die betreffenden Grubenbereiche an oberflächennahen Stellen oder an Stellen, wo sich großräumige Kammern in instabilen Gesteinen befanden, nach einiger Zeit einbrachen. Die Schächte und Zugangsstollen, die zum Transport der abgebauten Erze und zur Entwässerung dienten, waren natürlich überlebenswichtig für das Bergwerk und wurden deshalb langfristig in einem guten technischen Zustand gehalten.

  

Der Abbau von Erzgängen  

  

Der Skarnkörper, der mittels eines Kammerabbausystems abgebaut wurde, wird in Ost-West-Richtung von einer Reihe tektonischer Störungen durchzogen, die stellenweise mit Silber-, Kupfer- und Zinnerzen vererzt sind. Diese Erze wurden dann abgebaut. Das Abbausystem dieser Erzgänge unterschied sich jedoch vom Abbauverfahren der massiven oder Imprägnationsvererzung im Skarnkörper.

Bis zum 18. Jahrhundert fand Strossenbau Anwendung. Der vererzte Gangabschnitt wurde dabei mithilfe einer stufenartigen Abbaufront und Erzschurren (Rollschächte) abgebaut. Grundlegender Ausrichtungsbau ist der Querschlag (in unserem Fall erfüllt der Johannes‐Stollen die Funktion des Querschlags), der zumeist lotrecht zur Streichrichtung der Gangstruktur ausgerichtet ist. Vom Querschlag aus folgen dem Gang sog. Ausrichtungsstrecken, deren Aufgabe darin besteht, das Vorhandensein einer Vererzung zu überprüfen und dem Erzgang bis zu seinem Auskeilen zu folgen. Ist eine Vererzung vorhanden, werden sie als Ausrichtungs‐ und Transportbaue genutzt. Einen vertikalen oder geneigten Grubenbau, der nicht Übertage ausmündet, sondern zwei Sohlen verbindet, bezeichnen wir als Kamin. Im Falle, daß ein vertikaler oder geneigter Bau unter das Niveau der letzten Sohle geschlagen wurde (in unserm Fall ist der Johannes-Stollen die tiefste Sohle), bezeichnen wir ihn als Gesenk; im Falle, daß von ihm aus eine weitere Sohle unter dem Niveau der Sohle, von der aus er angelegt wird, geschlagen wird, bezeichnen wir ihn als Blindschacht.

  

 

 

Eine Befahrung 2015   

  


Grobe Skizze vom Johannesstolln zu dessen Lage und Ausdehnung des heutigen Besucherbergwerks.

  


Blick von der Halde in Richtung Mundloch Johannes Stolln.
  


Stollnmundloch heute. Links davon ein Stromaggregat für die Beleuchtung des heutigen Besucherbergwerks.
 


Neuer Schlußstein am Stollnmundloch.
 


Blick hinaus aus dem Stolln in Richtung Halde.
 


Solche Dioramen finden sich sehr oft in den tschechischen Besucherbergwerken und stellen Arbeitssituationen unserer Altvorderen dar.
  


Am ersten Tageschacht.
  


Das Besondere am „Johannes Stolln“ ist der Ausbau der Strecken mittels Holz. Teilweise befinden sich noch originale intakte Hölzer inmitten des Ausbaus!
  


Holztafeln, vermutlich aus der letzten Betriebsperiode.
  


Weiter in Richtung der ersten Abbaue, die der „Johannes Stolln“ tangiert.
 


Immer wieder fotogen ist der Holzausbau.

  

 

 

Der erste Abbau

  


Wir haben den ersten Abbau erreicht und dieser ist sogar für die Besucher erschlossen. Eine Besonderheit stellt dieses originale Steigbrett dar, das wohl entgegen einer aufwendiger zu bauenden Grubenfahrt für die recht flach einfallenden Gänge eine ideale „Steighilfe“ war.
  


Im Abbau.
  


Blick aus dem Abbau zurück auf das Flügelort des „Johannes Stolln“.
  


Sekundäre Mineralbildungen, der Farbe nach vermutlich Melanterit (das wasserhaltige Eisendulfat)?

  

 

 

Feldwärts auf dem Johannes Stolln 

  


Wir fahren weiter auf dem „Johannes Stolln“ in Richtung der großen Abbaukammer.
  


...
 


Immer wieder beeindruckend ist der Holzausbau des Stolln!
  


...
 


Nebenort mit einem verrollten Abbau.
 


Ein abgesoffenes Gesenk in der Stollnsohle.
  


Der Haspelrahmen ist noch original erhalten.
  


Kleine Firstenbaue künden vom Erreichen der Skarnlinse.

  

 

 

Der erste Weitungsbau 

  


Da sind wir und staunen erst einmal über die Größe der Abbaukammer und daß diese überhaupt für Besucher erschlossen wurde.
 


Die gesamte Grube ist im Bereich der Abbaukammern mittels leistungsstarken LED-Kaltlichtstrahlern ausgeleuchtet.
 


...
   


Wieder sind in diesem Abbau bergbauliche Szenen als Dioramen dargestellt. Dabei wurden wiederum originale Fundstücke, wie dieses Steigbrett integriert.
  


Im Bildhintergrund ist wieder eine mehrsprachige (CZ, DE, ENG) Informationstafel zu sehen. Hier führt dann der reguläre Besucherweg entlang …
  


... wie hier zu sehen. Auch wird wieder die Dimension der Weitung sichtbar!
  


Der Abbau erfolgte hier auch mittels Feuersetzen …
 


... wie hier an den kuppelförmigen Örtern gut zu sehen ist.
  


...

  

 

 

Der große Weitungsbau 

  


Angekommen in der großen Abbaukammer. In der Bildmitte ist der sogenannte „Ziehschacht“ sichtbar …
  


Holzausbau des Ziehschachts, als Tagesschacht inmitten der Abbaukammer angesetzt.
 


Solche uns heute - gelinde gesagt - etwas waghalsig anmutenden, hölzernen Konstruktionen waren auch aus den Weitungsbauen im sächsischen Altenberg bekannt.
 


Die Dimensionen der Abbaukammer sind schon gewaltig!!
 


Viele Details sind im großen Abbau sichtbar.
  


Überall wurden Dioramen zur bergmännischen Gewinnungsarbeit gestaltet.
  


Und man findet immer wieder Fotomotive...
  


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...
  


Irgendwann müssen wir uns langsam aber doch auf den Rückweg begeben und werden dabei noch neben dem großen Abbau liegende Bereiche befahren.
  


Hier ein flözförmiger Abbau, der uns aufgrund seines flachen Einfallens wieder an die Weitungsbaue von Zinnwald erinnert.
 


Daß hier überall das „Feuersetzen“ zur Erzgewinnung eingesetzt wurde, ist auch für „normale“ Besucher nachvollziehbar.
 


Holzpfeiler im flachen, flözartigen Abbau.
 


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Ein versetzter Abschnitt...
 


…mit Gasse zur Fahrung, wieder sehr ähnlich zu Zinnwald.
   


Abgesoffener Stollnflügel.
 


Wieder auf dem „Johannes Stolln“.
 

 

 

Über den Ziehschacht nach Übertage...  

... und durch das Bergbaugelände von Johannes Stolln und Kohlreuther Stolln.

  


Wir fahren aber über den Ziehschacht aus. Dieser ist als Fahr- und Fluchtschacht vorgerichtet und oben erwartet uns eine Überraschung …
  


Auf dem Ziehschacht steht eine Kaue mit penibel nachempfundener hochmittelalterlicher Fördermaschine!!
  


In der Kaue ist ein Tretradhaspel eingebaut.
 


Hölzernes Vorgelege für die Haspelwelle.
  


Die Kraftübertragung...
   


Da das Tretrad hier als "liegende Scheibe" konstruiert ist, konnten die Knechte ziemlich aufrecht arbeiten.
  


Noch einmal die komplette Anlage.
  


Details der Haspelwellen-Lagerung...
  


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Ansicht der Kaue.
 


Die Tafel der tschechischen Bergbehörde als Hinweis auf einen weiteren Schacht.
  


Nochmal die Kaue...
  


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Im Gelände sind im Bereich der Skarnlinsen Relikte des Bergbaus überall zu finden...
  


Talähnliche Pingen muten fast schon wie Tagebaue an.
  


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Fahren Sie doch einmal hin, um sich selbst ein Bild zu machen... Unsere Nachbarn werden sich freuen.

Glück Auf!

L. M.

Letzte Aktualisierung Mai 2016.

   

Quellen

  1. http://www.zanikleobce.cz

  2. http://www.stolajohannes.cz/de/

  3. Geologische Spezialkarte des Königreichs Sachsen, Blatt Nr. 147 „Wiesenthal-Weipert“, Ausgabe 1917, nebst Erläuterungen