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Bergbau war schon immer ein "richtiger"  Industriezweig. Auch wenn sich die Historiker noch immer darüber streiten: Wirkliche "Eigenlöhner" waren selten, vielmehr überwogen schon früh "Genossenschaften" - sobald man nämlich in größere Tiefe hinunter mußte und sobald es nicht mehr ausreichte, Goldflitter oder Zinnsteingraupen aus dem Flußsand zu waschen, wurde es schnell aufwendig und ging nicht mehr "allein". 

Schon früh wußten die Vorfahren auch, daß ein Bergwerk für zehn, zwanzig oder fünfzig Jahre Gewinn abwerfen konnte - danach wurde es zumindest erheblich kostspieliger.

 


Wohl das meistphotographierte Denkmal des Freiberger Bergbaus: Die Übertaganlagen der "Alten Elisabeth"
 

Die Fürstenhäuser strichen zwar gern ihren Gewinnanteil ein, ein Wohnsitz in einer solchen Industriestadt - wo nicht nur die Schachtglocken zur Schicht riefen, sondern auch Erzmühlen klapperten, Blasebälge fauchten und Hüttenschlote qualmten - nein, das war nicht so richtig standesgemäß. Den hatte man, nutzte ihn aber kaum.  

 

Bauliche Zeugnisse des Bergbaus - Schachtanlagen, Pochwäschen oder Hüttenwerke - waren schon immer reine Zweckbauten, nicht anders als heute die Supermarkthalle nebenan. Die Abbildung aus Agricolas De Re Metallica mag einen Eindruck eines solchen "Provisoriums" vermitteln.

Wurden die Bauten nicht mehr gebraucht, fanden sich bestenfalls andere Nutzer, oft aber verfielen die Anlagen ganz oder wurden abgerissen, weil man den Platz für Anderes brauchte. Erst in späterer Zeit begannen auch die Bergwerksgesellschaften, repräsentative Bauwerke zu errichten. Es verwundert daher nicht, daß original erhaltene Baudenkmale heute recht selten sind. Einige Beispiele stellen wir hier vor. Die Reihenfolge resultiert nur nach dem Zeitpunkt der Beitragserstellung und stellt keine Wertung dar.

Auch unsere Rubrik "Wasserwege" beinhaltet Technische Denkmale - jedoch sind die Wasserbauten etwas anderer Dimension, weswegen wir ihnen eine spezielle Rubrik eingeräumt haben.

 

   
 
Übertageanlagen von Beschert Glück  in Zug  

Es ist vielleicht das schönste Huthaus des ganzen Freiberger Reviers und schon deshalb lohnt es, bei einer Wanderung durch die Zuger Haldenlandschaft hier unbedingt zu verweilen. Nebenbei kann man hier - bei vorheriger Anmeldung, denn das Grundstück wie auch das Huthaus ist Privatgelände - eine alte Erzrolle befahren. (J.B.)

 

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Übertageanlagen der Grube Alte Elisabeth in Freiberg

Sachsens älteste Bergbauschauanlage (seit 1913), nahe der Stadt und mit dem schönsten Ausblick von der Halde auf die Altstadt - nur einige Gründe dafür, daß es das wohl meistfotographierte Technische Denkmal des Freiberger Bergbaus geworden ist... Seit 1913 Bestandteil des Lehr- und Besucherbergwerkes "Himmelfahrt Fundgrube" der Bergakademie, Standort der ältesten erhaltenen Freiberger Dampfmaschine (1848) und des "Schwarzenberg-Gebläses". Aber auch eine Außenstelle des Freiberger Standesamtes. Die "Alte Elli" hat sich natürlich auch bei uns einen Platz verdient... (J.B.)

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Übertageanlagen des Abrahamschachtes in Freiberg 

Ziemlich vollständige Bergwerksanlage aus dem 19. Jahrhundert. Zum Glück ziehen auch wieder neue Nutzer ein, so daß die Gebäude eine gute Chance haben, erhalten zu bleiben. Nur die älteren Fachwerkhäuser an der Südseite der Halde werden wohl nicht zu retten sein. Am Abrahamschacht befanden sich eine Kunst- und eine Kehrradstube übereinander. Das Antriebswasser kam über den Himmelfahrter Wasserlauf vom Thurmhofschacht und floß danach - weitere 20 m tiefer - in Richtung Davidschacht und Bärschacht weiter. (J.B.)

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Übertageanlagen der Roten Grube in Freiberg

Leider wurde das Fachwerkgebäude des alten Treibehauses im 2. Weltkrieg durch amerikanische Bomben zerstört und in der Betriebsperiode nach 1945 durch einen unscheinbaren Neubau ersetzt. Auf dem Niveau des Fürstenstollns befinden sich am Schacht der Roten Grube zwei weitere Radstuben - diesmal aber hintereinander. Große Teile der Kehrradanlage sind erhalten geblieben. (L.M., überarbeitet und ergänzt 2013)

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Die ehemalige Altväterbrücke bei Rothenfurth

Vom eigentlichen Aquädukt ist leider nicht mehr viel übrig. Wir waren 2015 auf Spurensuche... (L.M.)

  

  

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Übertageanlagen des 4. Lichtlochs des Rothschönberger Stollns  zu Reinsberg am Nordrand des Freiberger Reviers 

Wohl das gigantischste Bauprojekt des Freiberger Bergbaus war der von 1844 bis 1877 aufgefahrene Rothschönberger Stolln - mit über 270 m unter der Erdoberfläche (am Dreibrüderschacht südlich Freibergs) der tiefstgelegene Entwässerungsstolln des ganzen Erzgebirges. Etwa in der Mitte des fiskalischen Teils befand sich am 4. Lichtloch die "Verwaltungszentrale" - das Huthaus des Stollens. Die Übertageanlagen sind bis auf den Pulverturm komplett erhalten geblieben und wurden in den vergangenen Jahren zu einem sehenswerten Denkmalsensemble ausgebaut. (J.B.)

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Die Hohe Esse von Halsbrücke im Nordteil des Freiberger Reviers 

Es ist im wahrhaftigen Wortsinne das "herausragendste" der Technischen Denkmale des Berg- und Hüttenwesens in Halsbrücke. (L.M.)

 

 

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Der Ferdinandschacht bei Rothenfurth im Nordteil des Freiberger Reviers 

Das Fördergerüst und die Spitzkegelhalde gibt es leider nicht mehr. Trotzdem sind hier die Gebäude einer Schachtanlage aus der letzten Betriebsperiode des Freiberger bzw. Halsbrücker Bergbaus von  1954 bis 1969 fast vollständig erhalten geblieben. (L.M.)

 

 

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Wiederaufbau des Bergamtshauses in Wolkenburg  

Eher unscheinbar und doch geschichtsträchtig - das einstige Bergamtshaus in Wolkenburg. Impressionen vom Wiederaufbau und der Versuch einer Bauwerksbeschreibung. (J.B.)

 

 

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Wiederaufbau des Pochwerkes von Wolfgangmaßen in Schneeberg- Neustädtel  

Spannende Anlage der Aufbereitungstechnik mit gut versteckter Radkammer.

 

 

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Die Pochwäsche von Unverhofft Glück in Antonsthal  

Kleine, aber feine Aufbereitungsanlage.

 

 

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Die IV. zwitterstocksgewerkschaftliche Wäsche in Altenberg.   

Leider nicht mehr ganz original, aber trotzdem sehenswert.

 

 

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Zur Kalkstein- und Marmor- Verarbeitung
im Triebischtal südwestlich von Meißen 

Als Sachzeuge des Kalksteinabbaus im Triebischtal ist nicht nur das heutige Besucherbergwerk Altes Kalkbergwerk in Miltitz auf unsere Zeiten überkommen. Man muß vielleicht ein wenig suchen und ein paar Schritte wandern, aber man findet noch einige Zeugnisse des einst umfangreichen Kalksteinabbaus und seiner Verarbeitung in dieser Region. (J. B.)

 

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Zur Kalkstein- und Marmor- Verarbeitung
in der Mügelner Senke

Zwischen Schrebitz südlich von Mügeln und Münchhof bei Ostrau sind noch einige Sachzeugen der Kalksteinverarbeitung erhalten geblieben, u. a. mehrere Beispiele reihenförmig angeordneter Schneller-Öfen, hier auch mit der Bezeichnung "Bienenkorb-Öfen" belegt. In diesem Beitrag stellen wir sie und ihre Geschichte vor. (J. B.)

 

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Zur Dolomit- Verarbeitung und Ziegeleitechnik
in Geithain  

Bei Geithain sind noch einige Zeugnisse der über 600 Jahre währenden Kalk- und Ziegelindustrie erhalten geblieben. Mit unserem Beitrag wollen wir dazu beitragen, daß auch die beiden Kammeröfen vom "Geithainer Typ" für unsere Nachfahren als Technische Denkmale erhalten werden. (J. B.)

 

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Zur Dolomit- Verarbeitung und Ziegeleitechnik
in Geithain  

Bei Geithain sind noch mehr Zeugnisse der über 600 Jahre währenden Kalk- und Ziegelindustrie erhalten geblieben. Der Ringofen wurde auf Initiative des Geithainer Heimatvereins teilrekonstruiert. (J. B.)

 

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Technisches Denkmal: 
Der Hoffmann'sche Ringbrandofen in Großtreben

Der älteste noch erhaltene Ringbrandofen dieses Bautyps steht abgelegen vom Erzgebirge am Rande unseres Freistaats in der Elbaue nördlich von Torgau. Mit Unterstützung des Landesamtes für Denkmalpflege konnte er saniert und für die Nachwelt bewahrt werden. Wir haben ihn uns angeschaut. (J. B.)  

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Noch ein Technisches Denkmal: 
Der Ringbrandofen in Brand-Erbisdorf

Dieser Ringbrandofen mit rechteckigem Querschnitt steht quasi vor unserer Haustür. Oft sind wir achtlos daran vorbeigefahren, aber nun haben wir uns auch diesen einmal angeschaut. Ob man ihn erhalten kann und will, ist fraglich. (J. B.)  

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Noch ein Technisches Denkmal: 
Der Dörrer'sche Schachtofen in Wildenfels

Dieser 1928 erbaute Schachtofen war nur bis 1936 und nochmals von 1948 bis 1950 in Betrieb. Noch ist er gut erhalten und ein seltener Sachzeuge der Bindemittelindustrie (J. B.)

 

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Der Abraham-Gottlob-Werner-Bau der Bergakademie zu Freiberg

1912 errichtet, 1915 aus Anlaß des 150jährigen Bestehens der Königlichen Bergakademie zu Freiberg feierlich eröffnet, 2011-2016 aufwendig saniert, beherbergt dieses Gebäude in der Brennhausgasse heute u. a. die mineralogischen Sammlungen der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Anders geordnet als die "terra mineralia" im Schloß, aber unbedingt sehenswert...  (J. B.)

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Das wiedererstandene Schloss Freudenstein zu Freiberg

Als erste Münzstätte Freibergs hätte sich wohl die romanische Burganlage bereits einen Platz unter den baulichen Denkmalen verdient - leider ist nach vielen Umbauten davon nichts mehr erhalten. Statt dessen ist seit 2008 im Schloß das Bergarchiv untergebracht und die wohl schönste Mineralsammlung Europas. (J. B.)

  

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Außerdem können wir allen Interessierten für einen Besuch empfehlen:

  • das Gebäudeensemble der Schachtanlage "Reiche Zeche" zu Freiberg, 

  • die Zuger und Brander Haldenlandschaften, u. a. mit den Übertageanlagen von "Drei Brüder", "Constantin" und "Mendenschacht" sowie zahlreichen kleinen und großen Huthäusern, 

  • den historischen Teil von Muldenhütten bei Hilbersdorf,

  • das Gebäudeensemble der ehemaligen Halsbrücker Hütte mit der "Hohen Esse", 

  • die Treibehäuser der Schachtanlage "Oberes Neugeschrei", sowie des VII. und VIII. Lichtlochs bei Halsbrücke,

  • das Gebäudeensemble der "Saigerhütte" und den "Althammer" in Olbernhau,

  • die "Wäsche IV" im Bergbaumuseum Altenberg,

  • die "Silberwäsche" in Antonsthal,

  • die Pochwäsche "Siebenschlehn" der Fundgrube "Gesellschaft" in Schneeberg-Lindenau,

  • das Gebäudeensemble der Schachtanlage "Wolgangsmaßen" in Schneeberg-Neustädtel,

und weitere Anlagen außerhalb Sachsens, zum Beispiel die Tagesanlagen der Temperino-Mine mit dem mittelalterlichen Bergbaugebiet um den Rocca San Silvestro bei Campiglia Marittima in der Toskana. 

   

Glück Auf  !
Und: Man sieht sich !